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MICHAEL KIRMES-SEITZ
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DER "WUNDERDOKTOR" VON MANHATTAN
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AUS DEM LEBEN DES JÜDISCHEN UNIVERSALGENIES
MAX WOLF.
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Eine biografische Kulturgeschichte der Metropole New York
der 20er bis 60er Jahre!

Prof. Dr. mult. Max Wolf ist nicht nur Pionier der Endekrinologie und der Enzymforschung, sondern auf Einladung von Otto Kahn auch lange Jahre Vertragsarzt der Metropolitan Opera New York MET.

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BUCHAUSGABE ERSCHIENEN BEI:
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P O H L E N Z
P U B L I S H E R S
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Michelangelostr. 1
01217 Dresden

Gebundene Ausgabe 24,50 €
Paperback Ausgabe 19,50
plus 4,00 Porto und Versand

ISBN-Nr.: 978-3-00-054465-1
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AUCH ALS HÖRBUCH-NEUERSCHEINUNG BEI

RAILROAD MUSIKVERLAG HARALD HEINRICHS & JIWON LEE GbR, HAMBURG
EAN-Code 4251128321485

Preis: € 19,50 plus 2,50 € Porto und Versand

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NÄCHSTE AUTORENLESUNG:
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IM KUNSTVEREIN KLAGENFURT
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AM 12. OKTOBER 2018, 19 UHR
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= R E Z E N S I O N = R E Z E N S I O N = R E Z E N S I O N =
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V O N
D R . S A B I N E J U NG
Kulturhistorisches Museum mit Ringelnatz-Sammlung
Domgasse 2
04808 Wurzen b. Leipzig

Z U

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D E R

" W U N D E R D O K T O R "

V O N

M A N H A T T A N
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Aus dem Leben des jüdischen Universalgenies Max Wolf
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So viele Superlative lassen aufhorchen. Eine Pionierleistung in der medizinischen Enzymforschung ist das Medikament „Wobenzym“, international ein Begriff und hilfreich.
Dass dies das Produkt des Enzymforschers und sozialdenkenden Genies Max Wolf ist, erfährt man auf unterhaltsame und anregende Weise zum einen durch Michael Kirmes-Seitz, Autor, und durch Astrid Bransky, Gestaltung sowie nicht zuletzt durch das Nachwort des Arztes, Dr. med. Klaus Diller.

Beinahe der Vergessenheit anheimgefallen wären die Verdienste und das spektakuläre Leben des jüdischen Universalgenies und Pioniers der Enzymforschung Max Wolf samt seiner Prominenten-Kartei, einem "Who's Who" der US-amerikanischen Gesellschaft. Dem Autor Michael Kirmes-Seitz und seiner im April 2017 verstorbenen zweiten Frau, Margot Wolf, fällt das Verdienst zu, das im buchstäblich letzten Augenblick verhindert zu haben.
Eine glückliche Fügung.Man erfährt etwas zu den Eckdaten und Ereignissen des Prof. Dr. Max Wolfs:

Max Wolf (Wien 1885 – 1976 Wien) Sohn des Kaufmanns David Wolf und seiner Frau Kunigunde, geb. Sommer, die bereits Arztsippen entstammen. Sie haben sieben Kinder eines davon der kleine schwächliche, Linkshänder und Sportmuffel Max, der seinen Geschwistern bei der Schule und Ausbildung hilft. Max schwankt, ob Medizin das richtige Studium für ihn sei und macht zunächst seinen Hoch- und Tiefbau-Ingenieur, einen Beruf den er zwischen 1908-1914 ausübt, und in dem er zahlreiche technische Erfindungen macht.

Die Mutter wandert 1910 mit seinen Geschwistern in die Vereinigten Staaten nach New York aus. Max besucht sie erstmals 1914 in NYC wird vom Ausbruch des 1. Weltkrieg überrascht, meldet sich zwar freiwillig und erhält im Rang eines österreichischen Offiziers im Feldjäger-Regiment 25 die Rückreiseunterlagen, doch das Schiff muss wieder nach New York umkehren. Sein Ingenieurwissen ist in USA überholt, Englisch kann er nicht so beginnt er mit dem Medizinstudium. Für seine theoretischen Überlegungen ist er sich selbst ein Proband.


Bildlegende: LESUNG MIT MICHAEL KIRMES-SEITZ BEIM LESEFEST DES SÄCHSISCHEN SCHRIFTSTELLERVERBANDES "ASSO" IN DER VILLA AUGUSTIN (ERICH-KÄSTNER-MUSEUM)

Als echter Pionier der Enzymtherapie, vor allem für Krebskranke, gilt ein aus Österreich stammendes Universalgenie:
Der Wiener Arzt Professor Max Wolf konzentrierte seine Forschungen seit 1930 auf diese Behandlungsform, gründete in New York das Biological Research Institute und stellte die Biochemikerin Dr. Helen Benitez von der Columbia University ein.

Gemeinsam entwickelten sie eine Kombination aus Enzymen, die entzündungshemmend wirken und degenerative Prozesse positiv beeinflussen können: Das „Wolf-Benitez-Enzymgemisch“, später kurz „WoBenzym“ genannt, die Anfangsbuchstaben seines Namens und dem seiner Assistentin. Es verhalf ihm rasch zu großer Beliebtheit bei seinen Patienten. In einem der ärmsten Viertel N.Y. beginnt er gemeinsam mit dem Bruder 1917 mit einer HNO-Praxis. 1920 hat er die erste eigene Praxis in den Slums der „Lower Eastside“. Sein Können und seine Behandlungs-methoden sprechen sich rasch herum, die Klientel wird prominent.

1922 expandiert er entsprechend mit einer zweiten Tagespraxis für die Gutbetuchten, Gestressten in Upper Westside N.Y. 1922 heiratet er - in der Mittagspause, in seiner Praxis, - die Sprechstundehilfe Edith Berger, eine Wiener Pianistin.
Beide führen ein gastfreundliches Haus und geben äußerst beliebte, weil unterhaltsame Gesellschaften. Seine Patienten verehren ihn als „Wunderdoktor“, denn er hat, wie er selbst
sagt eine glückliche Hand mit seinen Diagnosen und Therapien.

Zu seinen Patienten gehören Filmproduzenten, Banker, Erfolgsarchitekten und Ingenieure, Konzernchefs- und -erben, Tycoone der Wallstreet und deren Göttergattinnen, Hollywood-Stars, Leinwandgöttinnen wie Marlene Dietrich, Marylin Monroe, Gloria Swanson, Isidora Duncan, Olivia de Havilland, Bette Davis, Greta Garbo aber auch Clark Gable, Spancer Tracy, Playboys und deren Opfer, Staranwälte und Operndiven.

Man erfährt Namen und bekommt deren Leiden skizziert, derentwegen sie Max Wolf aufsuchten, sich nur von ihm behandeln lassen wollten, ihm ihre Sorgen anvertrauten. Herbeigerufen u.a. an die MET (Metropoliten Opera) und schließlich deren langjähriger
Vertragsarzt, kuriert er immer wieder Leiden - nicht nur die der Stimme. Schicksalsschläge wie die eines diebischen Butlers, der Max Wolfs Haus in New York anzündet während er in seinem Feriendomizil weilt oder andere Unbill werden im Buch
angerissen. Er stirbt 91jährig, hoch dekoriert u.a. durch Universitäten in Kalifornien, der Royal Academy in London.

Wir erfahren ebenso, dass er für den Nobelpreis angesprochen worden war. Einem glücklichen Umstand ist das Entstehen dieses Buches zu danken. Die aufwendige die Archiv-Recherchen von Michael Kirmes-Seitz, er bereiste die Schauplätze in New York, traf sich mit der Witwe, gewann deren Vertrauen und sichtete diesen von der Welt fast vergessen Schatz. Ein Leben wie ein Krimi und zugleich ein kulturhistorisches Dokument des 20. Jahrhunderts.

Literarisch ambitioniert treffen Wolfs Lebensstationen wie Mosaiksteine auf Namen der Prominenten und ihren Leiden derentwegen sie den "Wunderdoktor" um Rat und Hilfe
ersuchten. Ein Füllhorn an Fakten, emotionalen Skizzen, dass es zu ordnen galt. Somit ist das Buch, das auch für Mediziner und Medizinhistoriker interessieren dürfte, ein Gewinn und gäbe sicherlich ein spannendes Drehbuch ab.

Der vom Autor Kirmes-Seitz, dem freien Autor, Kabarettisten, Schauspieler, Kurator und Kulturmanager angefügten Teil, mit eigener Dichtung zu Reflexionen über eine Stadt „die niemals schläft“, gibt dem Ganzen noch eine aktuelle Note, fast nostalgisch zu nennen – da zwei Jahre vor dem 11. September 2001 entstanden.

Dr. SABINE JUNG