Dietmar Zankel . . . Spurensuche

Dietmar Zankels Spurensuche „auf Augenhöhe“ . . .
Die Leitung des Martinshauses lud im März 2008 Künstlerinnen und Künstler ein, mit den Bewohnern gemeinsam eine Ausstellung zu organisieren. Dieser Aufruf war für ihn der Anlass, dieses Projekt zu starten.
Seine Idee stieß sofort auf offene Ohren. Gemeinsames ist eher selten, denn die Hemmschwelle von der Bevölkerung zum Haus ist ohne Zweifel vorhanden und das war auch bei ihm bisher nicht anders.
Die spontane Idee war, den Bewohnern auf Augenhöhe, also mit viel Respekt zu begegnen. Daraus entstand sehr schnell dieses Brücken-/Augen-Motiv. Diese Visualisierung ist schon deshalb nötig, da die Bewohner nur zum Teil des Lesens mächtig sind und deshalb eine einfache Bildersprache unumgänglich war.
Am 18. 04. 2008 wurde das Projekt vorgestellt. Die Bewohner waren darauf vorbereitet worden und niemand konnte sagen, welche Resonanz sich zeigen würde. Es kamen insgesamt 32 Frauen und Männer, zum Teil auch aus den Außenwohngruppen. Ich hatte zunächst 48 Blätter vorbereitet. Allesamt aus zwei Seiten DIN A4 und die hatte ich durch jeweils drei „Brücken“ zusammengeklebt zu einem DIN A3-Format.
Die linke Hälfte war jeweils von mir bearbeitet, die rechte Hälfte sozusagen frei für die Künstler. Um eine gewisse Anregung zu geben, war die linke Hälfte teilweise auch haptisch so angelegt, dass durch das Begreifen, das Sehen der Linien, sofort Assoziationen entstehen sollten. Vorwiegend benutzte Briefumschläge, zusammengeklebt, als sozusagen eher minderwertiger Untergrund, dem steht rechts hochwertiges unbenutzter Papier-Malgrund zur Verfügung.
Die Erwartung war, dass man auf die linke Hälfte farblich und formal reagieren würde, ja auch Übergreifendes entstehen würde.
Und dies passierte auch. 32 fleißige Menschen waren sofort in einer sichtbaren oder auch weniger sichtbaren Begeisterung dabei. Auch die Namen wurden geschrieben, so weit möglich.
Es fanden weitere Termine statt, auch in kleineren Gruppen.
Die bisherigen Ergebnisse lassen sehr hoffen, dass dieses Projekt nicht nur von der Beteiligung her eine erfolgreiche Veranstaltung wird, sondern dass auch hochwertige Ergebnisse zustande kommen. Einige Künstlerinnen und Künstler haben auf die vorgegebenen Linien und die Haptik der collagierten Briefumschläge sehr feinfühlig reagiert und auch außergewöhnliche Ergebnisse geschaffen.
Am 27. 06. wurde die geplante Ausstellung eröffnet, mit einigen externen und auch internen Künstlerinnen und Künstlern. Diese Ausstellung steht unter dem gleichen Motto.
Frau CarolineY. Robertson-von Trotha, Direktorin des ZAK von der Uni Karlsruhe,
hielt die Eröffnungsrede und lobte diese eher seltene Kooperation sehr.

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Dietmar Zankel
Bildender Künstler BBK
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