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Nachfolgender Sendeplan ist, was zugegebenermaßen etwas verwirrend erscheint, rein fiktiv:
Pi-Radio sendet ja garnicht regelmäßig. Der Plan ist mit Änderungen dem erfolglosen Frequenzantrag vom Oktober 1998 entnommen, in dem sich Pi-Radio e.V. auf die UKW-Frequenz 94,8 MHz bewarb. (Wer sich für den Frequenzantrag interessiert, er ist [hier] als pdf-File abgelegt.) Der Sendeplan kann ungeachtet seiner Virtualität demonstrieren, mit welchen Sendeinhalten bei Pi-Radio zu rechnen ist:
 

Pi-Radio Sendeplan

Schiene
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag
Sonntag
0 Uhr
Musik- 
Konzert-
Dub
internat.
Hip-Hop
Techno
Blues
Konzert-
1 Uhr
Sendung
Mitschnitte
Dub
Musik
Rap
Wave
Soul
Mitschnitte
2 Uhr
zu
Crossover
Ragga
Salsa
 Rap
 Wave
 Soul
Heavy
3 Uhr
Schwer-
 Crossover
 Ragga
Samba
Drum'n 
Gothic
Funk
Metal
4 Uhr
punkten
Pop
Rock
Tango
Bass
 Gothic
Easy
Dark
5 Uhr
 
Kuschelrock
Steady
 Tango
Ambient
Jungle
Listening
Metal
6 Uhr
Biedermann und die Morgenröte
Chill-Out
7 Uhr
Das Morgenmagazin auf Pi-Radio mit Informationen und Musik,
Musik für Durchzecher
8 Uhr
Presseschau, Veranstaltungshinweisen, 
Frühsport 
&
Kinder-
9 Uhr
Studiogästen aus den Bereichen Politik und Kultur
Jazzmusik
Sendung
10 Uhr
Stadtteil-
Mitte &
Tiergarten
Neukölln & 
Tempelhof
Charlburg & Wedding
Wilmersd. 
& Schöneb.
Reinickend. 
& Spandau
Jazz-
Klassik-
11 Uhr
Radios
Prenzlauer-
berg
Kreuzberg & Fried-richshain
Lichtenberg 
& Treptow 
& Köpenick
Pankow & 
Weißensee 
& Nordost
Steglitz & 
Zehlendorf
Frühstück
Frühstück
12 Uhr
Infomagazin
Sendungen
Hörspiel-
13 Uhr
Politik, Nachrichten, Hintergründe
von offenen
Werk-
14 Uhr
Politische 
Gruppen
Menschen-
rechtsgr.
Asylrechts-
Gruppen
Antifa-
schisten
Gewerk-
schaften
Umwelt-
Initiativen
Kanälen
stätten
15 Uhr
Ratgeber-
Sendung
Existenz-
gründer
Flüchtlings-
beratung
Technik-
Ratgeber
Sexual-
magazin
Mieter-
beratung
Alltags-
Ratgeber
Kreativ-
Workshop
16 Uhr
Schwer-
Behinderte
Ausländer
Frauen
Arbeitslose
Schwule
Schüler
Kinder
17 Uhr
punkte
Drogen
Redaktion
Lesben
Outlaws
Obdachlose
Studenten
Senioren
18 Uhr
Magazin-
Sendung
Umwelt-
magazin
Inter-
nationales
Stadtent-
wicklung
Pazifisten-
Sendung
Wohn-
Projekte
Transzen-
dentales
Medien-
Magazin
19 Uhr
Kultur-
Literatur & 
fremde 
Theater-
Bands im
Satire & 
Klang-
Hörspiel
20 Uhr
Sendung
Gedichte
Kulturen
Mitschnitte
Studio
Kabarett
Experiment
Hörspiel
21 Uhr
Musik-
Politisches
internat.
Frauen-
DJs
Klassik-
syntheti-
Deutscher
22 Uhr
Magazin
Lied
Musik
Bands
unter sich
Sendung
sche Musik
Schlager
23 Uhr
Schwerpkt
Musik
Reggae
internat.
Musik
Hip-Hop
Techno
Blues
Konzert-
Mitschnitte
Konzert-
Mitschnitte

Sendeschema von Pi-Radio e.V. mit Kennzeichnung der horizontalen Schienen

Das Programm besteht aus festen Sendeplätzen für Schwerpunktredaktionen. Um den Hörerinnen und Hörern die Übersicht zu erleichtern ist es in horizontale Schienen aufgeteilt. So beginnt das Programm werktags mit einem Morgenmagazin von 6 bis 10 Uhr. Es folgen zwei Stunden Stadtteilradios bis 12 Uhr. Von 12 bis 14 Uhr schließt sich ein Informationsmagazin an. Es folgt ab 14 Uhr eine Sendung von politischen Initiativen, dann ab 15 Uhr eine Ratgebersendung. Zwischen 16 und 18 Uhr berichten in den Schwerpunkt-Sendungen Betroffene von ihren Erfahrungen. Ab 18 Uhr wird wieder eine Magazinsendung zu wochentäglich wechselnden Inhalten angeboten. Zwischen 19 und 21 Uhr geht das Programm mit einer Kultur-Sendung in das musikreichere Abendprogramm über. Ab 21 Uhr gibt es ein zweistündiges Musikmagazin und ab 23 Uhr reine Musiksendungen mit wechselnden Schwerpunkten bis in die frühen Morgenstunden. Das Wochenendprogramm unterscheidet sich von der genannten Schienenzuordnung, statt den Sendungen von vorwiegend informativem Charakter werden samstags und sonntags von 6 bis 15 Uhr Sendungen mit höherem Unterhaltungswert angeboten.

Die einzelnen Schienen und die dort angebotenen Sendungen werden nachfolgend erläutert.

Erläuterungen zum Sendeschema von Pi-Radio

Morgenmagazin (6-10 Uhr)

Das Morgenmagazin verbindet musikalische Unterhaltung mit Informationsangeboten. Den Hörerinnen und Hörern werden aktuelle Informationen zum Tage, Telefoninterviews, Veranstaltungshinweise, Gespräche mit Studiogästen aus den Bereichen Politik und Kultur, Presseschauen, kurze Lesungen und Rezensionen präsentiert.

Stadteilradios (10-12 Uhr)

Stadtteilradios sind Redaktionen, die sich ihrer Stadtteil-Herkunft verpflichtet fühlen. Dementsprechend berichten sie über kulturelle, politische, soziale, ökologische, wirtschaftliche und sonstige Belange aus ihren Stadtteilen. Die Redaktionen sind lokal, z.B. in Nachbarschaftsläden, Jugendclubs oder lokalen Radio-Cafés ansässig und sind damit von der dortigen Bevölkerung leicht zu erreichen und mitzugestalten.

Infomagazin (12-14 Uhr)

Bei dem Infomagazin handelt es sich um die zentrale Informations-Sendung bei Pi-Radio. Wochentäglich wechselnde Redaktionen gestalten das Programm über lokale Politik, Kultur und Gesellschaft. Dabei werden insbesondere Informationen aus informellen Quellen zusammengetragen (Presseerklärungen oder persönliche Berichte von politischen Gruppen und Betroffenenvertretungen statt von Presseagenturen). Das Infomagazin ermöglicht es so, einen Überblick über das politische und kulturelle Engagement der fragmentierten Berliner Initiativen, Arbeitsgemeinschaften und Organisationen zu erhalten.

Politische Gruppen (14-15 Uhr)

Eine Vielzahl von politischen Gruppen und Initiativen arbeitet in Berlin, ohne daß eine größere Öffentlichkeit je von ihren Aktivitäten erfährt. Um dem abzuhelfen, haben politische Gruppen in dieser Sendeschiene die Gelegenheit, ihre Arbeit vorzustellen. Die Gruppen werden von Pi-Radio befähigt, radiotaugliche Sendungen zu gestalten.
In dem Sendeschema wurde eine Einteilung vorgenommen, die täglich wechselnde politische Schwerpunkte erkennen läßt. Innerhalb eines Schwerpunktes wechseln sich jedoch unterschiedliche politische Gruppierungen ab: Menschenrechtsgruppen (z.B. Amnesty International, Humanistische Union, terre des hommes), Asylrechtsgruppen (z.B. Flüchtlingsrat Berlin, Pax Christi, Pro Asyl, Haus der internationalen Begegnung, Psychotherapeutische Beratungsstelle für politisch Verfolgte), Antifaschisten (z.B. A-Laden, Graswurzelrevolution, KÆPY, Antirassistisches Telefon), Gewerkschaften (...), Umweltinitiativen (z.B. ADFC, BUND, Robin Wood, Grüne Liga, Ökodorf, StattAuto, Lokale Agenda 21).

Ratgebersendungen (15-16 Uhr)

Die Ratgebersendungen werden von wochentäglich wechselnden Redaktionen gestaltet. Neben der Lebenshilfe wird mit diesen Sendungen auch ein spielerischer Umgang mit täglichen Problemen vermittelt. Nachfolgend einige Beispiele: Die Sendung für Existenzgründer präsentiert innovative Ideen für den Wirtschaftsstandort Deutschland, Tips zur Steuererklärung und Hinweise auf Fördergelder. In der Flüchtlingsberatung werden mit Studiogästen oder anrufenden Hörerinnen und Hörern Probleme bei der Integration, bei der Stellung von Aufenthaltsgenehmigungen und mit der Situation in Asylbewerberheimen erörtert. Der Technikratgeber behandelt wöchentlich einen Schwerpunkt aus der Welt der Technik, wie das Installieren eines Faxmodems, das Zerlegen einer Dreigangschaltung oder das Basteln einer Peilantenne für Westfernsehen. Das Sexualmagazin bietet Hinweise zur geeigneten Partnerwahl, Umgang mit sexuellen Verklemmungen und Tips zum Aphrodisieren. Die Mieterberatung wird von qualifizierten Mietervereinen durchgeführt und weist auf die Rechte von Mietern hin. Eine telefonische Rückkopplung mit den Hörerinnen und Hörern ermöglicht eine Bereicherung der Sendung durch konkrete Mietproblemfälle. Der Alltagsratgeber gibt auf eher unterhaltsame Art Hinweise zur modernen Lebensführung, zum Zubereiten von Fruchtweinen und zum Bekämpfen von Kopfschmerzen. Auch in dieser Sendung kommt den Hörerinnen und Hörern die Aufgabe der aktiven Anteilnahme über das Telefon zu. Die Sonntagssendung Kreativ-Workshop stellt das öffentliche Herstellen von Hörspielen und Radio-Performances dar. Es wird live aus den Radio-Seminaren übertragen und soll insbesondere die Hemmschwelle zum selbst Radio produzieren senken: Werde auch Du zum Äther-Täter!

Schwerpunktsendungen (16-18 Uhr)

Mit den Schwerpunktsendungen werden insbesondere Zielgruppen angesprochen, die über die Sendungen Informationen austauschen können. Sie ermöglichen aber auch einem Außenstehenden, Einblick in die Anschauungen und Lebensweisen einer speziellen Randgruppe zu bekommen. Bei den in den Schwerpunkten angesprochenen Gruppen handelt es sich um Behinderte, Drogenkonsumenten, Ausländer (Sendung ggf. fremdsprachig), Frauen, Lesben, Arbeitslose, Outlaws (Gefängnisinsassen oder zu Resozialisierende), Schwule, Obdachlose, Schüler, Studenten, Kinder und Senioren. Die Sendungen werden von den Leuten, die sich einer Gruppe zuordnen wollen, selbst produziert. Dabei werden sie von erfahrenen Redakteuren angeleitet. Der Programminhalt ist zielgruppenspezifisch, so berichten die Drogenkonsumenten über die Möglichkeiten und Hindernisse des Drogenausstiegs, die Obdachlosen über die Qualitätsunterschiede bei den Suppenküchen und die Kinder von dem Wettstreit um Markenschuhe.

Magazinsendungen (18-19 Uhr)

Die Magazinsendungen haben (anders als die Sendungen politischer Gruppen oder der Schwerpunktsendungen) wieder verstärkt eine journalistische Herangehensweise an ein Thema. Die jeweilige Redaktion trägt aus den unterschiedlichsten Quellen Informationen zusammen und verarbeitet diese (teils mit wissenschaftlichem Anspruch) zu einem Magazin. Das Umweltmagazin berichtet aus der Umweltpolitik, stellt Forschungsergebnisse vor, lädt Ökoinitiativen ein und diskutiert mit den Hörerinnen und Hörern über aktuelle Entwicklungen. Die Sendung Internationales trägt Informationen aus aller Welt zusammen, diskutiert Menschenrechtsverletzungen und berichtet über die Zustände in fernen Ländern. Hierbei wird besonders darauf geachtet, daß nicht nur Länder, die ohnehin gerade im Rampenlicht der Medien stehen, porträtiert werden, sondern insbesondere solche, über die ein Informationsdefizit herrscht. Das Magazin Stadtentwicklung beobachtet kritisch die Hauptstadtwerdung von Berlin, berichtet über Kulturprojekte, Baumaßnahmen und Stadtpolitik und vergleicht den Entwicklungsprozeß in Berlin und Brandenburg mit internationalen Metropolen. Die Pazifistensendung ist die Sendung für und von Friedensbewegten, Rüstungsgegnern und Wehrdienstverweigerern, sie wird in Zusammenarbeit mit entsprechenden Initiativen gestaltet. Die Sendung Wohnprojekte stellt alternative Formen des Zusammenlebens vor, Probleme bei deren Umsetzung und Ergebnisse ihrer Projektarbeit. In dem Magazin Transzendentales wird von Spiritisten, Esoterikern und Weltverbesserern berichtet und ihre Weltanschauungen verglichen. Es wird auf ein ausgewogenes Verhältnis geachtet, die HörerInnenrückkopplung über das Telefon wirkt als Korrektiv. Das Medienmagazin berichtet über Meinungsfreiheit, elektronische Medien wie dem Internet und über subtile Presseerzeugnisse.

Kultursendungen (19-21 Uhr)

Mit den Kultursendungen geht das Programm von Pi-Radio abends in den musischeren Teil über. Berlin als multikulturelle Metropole hat neben der etablierten Kunst ein reichhaltiges Angebot an Subkultur zu bieten. Dieser Subkultur trägt die Sendeschiene zwischen 19 und 21 Uhr Rechnung. Die Sendung Literatur & Gedichte lädt Literaten ins Studio ein oder besucht deren Lesungen. Fremde Kulturen werden in der gleichnamigen Sendung von ausländischen Mitbürgern beleuchtet, dabei wird der Ramadan ebenso, wie der brasilianische Karneval betrachtet. Die Theatermitschnitte geben einen Einblick in die Arbeit der reichhaltigen Off-Theater-Szene. Mit den Bands im Studio haben lokale Musikgruppen die Gelegenheit ihre neusten Produktionen vorzustellen und über die Hintergründe ihres musikalischen Schaffens zu berichten. Die Sendung Satire & Kabarett spottet dem gesellschaftspolitischen Geschehen. Das Klangexperiment stellt unkonventionelle Klangarbeiten vor und übt sich in neuen Kommunikationsformen, die im Medium Radio bislang unausgeschöpft geblieben sind. Das Hörspiel rundet die Woche mit Schüler- und Studentenproduktionen dieser literarischen Sendeform ab.

Musik-Magazin (21-23 Uhr)

Das Musik-Magazin ist die kommentierte und recherchierte Form der Musikdarbietung. Die Namen der Sendungen sprechen für sich: Politisches Lied, Internationale Musik, Frauen-Bands, DJs unter sich (Diskjockeys erzählen von ihrer Arbeit), Klassiksendung, synthetische Musik, Deutscher Schlager.

Musikschwerpunkte (23-6 Uhr)

Die Musikschwerpunkte werden von ausgesprochenen Fans der jeweiligen Gattung produziert und auch rezipiert. Die Notwendigkeit einer Schwerpunktsetzung ergibt sich daraus, daß Musikstile zum großen Teil nicht mischbar sind. Dies führt bei Rundfunksendern, die den Anspruch besitzen, jederzeit durchhörbar zu sein, zu einer Verflachung der Profile und zum allgegenwärtigen Einheitsgedudel. Dem entgegen steht das von Pi-Radio realisierte Konzept der Musikschwerpunkte. Freunde z.B. der Punkmusik oder des Blues haben dadurch die Möglichkeit gezielt auf ihren bevorzugten Musikstil zuzugreifen.

Wochenendprogramm (Sa./So. 6-15 Uhr)

Das Wochenendprogramm von Pi-Radio unterscheidet sich von dem Programm an den Werktagen. Die wort- und politikreichen Sendungen zwischen 6 und 15 Uhr werden zugunsten von Musik, Spiel und Unterhaltung ersetzt. Das Programm beginnt um 6 Uhr mit dem Chill-Out, jener seichten Musikbeschallung, die bei durchzechten Nächten und Kopfschmerzen gut tut. Es folgt ab 10 Uhr eine Musiksendung zur Frühstückszeit, das Jazz-Frühstück bzw. das Klassik-Frühstück. Von 12 bis 15 Uhr schließen sich Sendungen von offenen Kanälen an, ein wechselnder Sendeplatz für Nutzer dieser wichtigen medienpädagogischen Einrichtung bzw. Sendungen von Hörspielwerkstätten die aus laufenden Produktionen berichten oder fertige Hörspiele präsentieren. Ab 15 Uhr geht das Nachmittagsprogramm mit einer Ratgebersendung, wie auch werktags, weiter (siehe oben).