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Eine kleine Selbstdarstellung von Pi-Radio e.V.

Was ist Pi-Radio ?

Pi-Radio wurde 1995 auf Initiative des Landesverbandes Freier Radios Berlin-Brandenburg gegründet und ist der Zusammenschluß verschiedener Freier Radio-Gruppen, kultureller Initiativen und interessierter Einzelpersonen. Gründungsgruppen waren u.a. Radio Kabelbrand, Radio P, Radio 100.000, Klangwerk und ehemalige MitarbeiterInnen von Radio 100 und DT64. (Falls sich jemand für die Vereinssatzung interessiert, hier ist sie). Pi-Radio sendete bis Ende ´95 einen wöchentlichen 4-Stundenblock auf dem Offenen Kanal Berlin. Die von uns im Oktober ´95 organisierten Berliner Unabhängigen Radio Nächte (B.U.R.N.) umspannten ein 48stündiges Modellprogramm auf der Veranstaltungsfrequenz 94,8 MHz, verbunden mit Konzerten in 11 Berliner Clubs. Dieses Ereignis fand eine erfreulich hohe Resonanz bei den Hörerinnen und Hörern.
Im Jahr 1996 und im Frühjahr ´97 veranstaltete Pi-Radio Hörfunk-Events auf öffentlichen Plätzen bei denen die Programminhalte und Arbeitsweise von Freien Radios vorgestellt wurden.

Zur Zeit beteiligt sich Pi-Radio an der Kampagne für ein Freies Radio [www.radiokampagne.de]. Es werden Kulturveranstaltungen, Podiumsdiskussionen, Unterschriftensammlungen und Partys durchgeführt. Wer sich hier beteiligen will, ist herzlich willkommen.

Darüber hinaus inszeniert Pi-Radio das Projekt Radiopiloten. Die Radiopiloten organisieren seit 2001 verschiedene temporäre Veranstaltungsfunks in Berlin - ein vorläufiges Hilfsmodel für ein Freies UKW-Radio. Geplant ist, dieses Projekt mehr und mehr zu verstetigen, um so in der Berliner Öffentlichkeit ein Bedürfnis nach einem Freien Radio zu schaffen.

Veranstalter, die einen Veranstaltungsfunk in Berlin planen und Unterstützung suchen (von der Planung und Organisation angefangen bishin zur technischen und inhaltlichen Umsetzung), werden gebeten, sich direkt an die Radiopiloten zu wenden.

Was will Pi-Radio ?

Ziel von Pi-Radio ist die Durchsetzung einer eigenen, dauerhaften Antennenfrequenz im Berliner Mediendickicht. Dabei ist für uns eventuell auch ein Übergangszustand akzeptabel, wie z.B. die Teilung der Frequenz zwischen gleichberechtigten Anbietern. Unsere Programmkonzeption basiert auf dem Selbstverständnis der Freien Radios. Weitergehend wollen wir mit Pi-Radio ein stadtweites Forum schaffen, auf dem kulturübergreifende Kommunikation möglich ist. Hierbei gilt es die bestehenden Barrieren zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen sowie zwischen Ost und West abzubauen und die nötige Transparenz für ein gegenseitiges Verständnis zu schaffen. Konkret bedeutet das: Wir wollen direkt aus den Kiezen senden, indem wir dort Radiocafés einrichten, wo jedermensch einen geselligen Zugang zu den Mikros hat. Bürgerinitiativen und Basisradios sitzen bei uns in der ersten Reihe vor den Sendetischen, wodurch sie eine schnelle Gestaltungsmöglichkeit und Umsetzung ihrer Interessen und Anliegen erreichen können. Mieterberatung, Kinder, Lesungen, Theatermitschnitte, Behinderte, Ökologie, Flüchtlinge, SchülerInnen, Livekonzerte, Gesundheit, Jugendliche, Arbeit und Soziales, Senioren, Sexualität, Frauen, Comedy sind nur ein kleiner Ausschnitt der Aspekte unserer geplanten Programmgestaltung.

Selbstverständnis Freier Radios !

Pi-Radio definiert sich als Freies Radio und ist im Bundesverband der Freien Radios organisiert und trägt auch dessen Selbstverständnis. Die Charta der Freien Radios beinhaltet im wesentlichen folgende Positionen:

  • Nichtkommerzialität. Freie Radios sind nicht gewinnorientiert. Sie lehnen kommerzielle Werbung ab.
  • Unabhängigkeit: Freie Radios verstehen sich als politisch unabhängig (Parteien und sonstige politische Institutionen können keinen Einfluß erlangen). Durch die Nichtkommerzialität ist gewährleistet, daß keine Werbekunden das Programm beeinflussen.
  • Transparenz: Freie Radios sind selbstorganisiert und -verwaltet. Die interne Organisation und die Auswahlkriterien für Sendeinhalte sind durchschaubar und nachprüfbar.
  • Offenheit: Freie Radios geben zunächst allen interessierten Menschen die Möglichkeit zur Meinungsäußerung und Informationsvermittlung. Vorrang haben dabei solche Menschen, die wegen ihrer gesellschaftlichen Stellung oder sexistischen und rassistischen Unterdrückung selten oder nie in anderen Medien zur Sprache kommen.
  • Mitwirkung: Alle RadiohörerInnen können auch RadiomacherInnen sein. Die gegenwärtige Produzent-Konsument-Struktur soll perspektivisch abgebaut werden.
  • Lokalbezug: Freie Radios verstehen sich als Kommunikationsmittel im lokalen und regionalen Raum. Internationale Themen werden für den lokalen Bezug greifbar gemacht für das Ziel einer solidarischen, selbstbestimmten und gleichberechtigten Verständigung.

Wie ist Pi-Radio zu erreichen ?

Pi-Radio trifft sich zur Zeit eher unregelmäßig an verschiedenen Orten in Berlin. Es empfiehlt sich eine Terminvereinbarung per Email (siehe links).