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Dokumente und Fundstücke deutschen Lebens von 1900 bis 2005
Gesammelt und gestaltet von Wiltrud Betzler-Schellin



2004


2004


DAS Ü-EI IST 30!
ODER
FERDINAND NABER SAMMELT NOCH IMMER
ÜBERRASCHUNGSEIER


Person: Ferdinand Naber, ein Lehrerkollege
Ort: Osnabrück, Niedersachsen

Mengen von kleinen Teilen hortet er in Schuhkartons, kleine Figuren und zusammengesetztes Spielzeug aus Überraschungseiern. Vor Jahren schon hatte ihn diese Sammelleidenschaft erfasst, ihn den Lehrer. Hin und wieder tauschte Ferdinand Naber auch mit Schülern der Orientierungsstufe in der großen Pause einzelne Teile, so konnte er seine häusliche Sammlung um Einzelstücke ergänzen. Bei den 10 bis 12 jährigen Schülern war er sehr beliebt, kein anderer Lehrer dieser Schule machte so etwas mit ihnen. Manche Kollegen amüsierten sich darüber - aber es war ja wirklich nichts Verwerfliches daran.

Information I: Das Überraschungsei, auch Ü-Ei genannt, ist ein Produkt der italienischen Firma Ferrero und bereits 1974 kamen die ersten Ü-Eier auf den Markt. Es besteht aus 20 g Schokolade, außen braune und innen weiße Schokolade. Im Inneren des Eies befindet sich eine Plastikverpackung mit einer Spielzeugfigur oder einem kleinen Spielzeug zum zusammen bauen.
Obwohl Nahrungsmittel und Spielzeug in einem, wird es in Deutschland umsatzsteuerrechtlich als Nahrungsmittel behandelt. In den USA ist das Ü-Ei verboten, weil Spielzeug in Kombination mit Schokolade dort als gefährlich eingestuft wird.

Quelle: Internetrecherche

Information II: In Niedersachsen wurde 1974 die Orientierungsstufe eingeführt, also das gemeinsame Lernen aller Schüler in Jahrgang 5 und 6. Am Ende des 6. Jahrgangs stand dann die Zuweisung des einzelnen Schülers auf die weiterführenden Schulen des dreigliedrigen Schulsystems (Hauptschule, Realschule und Gymnasium) an. 2004 wurde von der neuen Landesregierung diese Schulform aufgehoben, so dass die Kinder bereits nach Klasse 4 in die verschiedenen weiterführenden Schulen geschickt werden müssen.



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Diese Seite wurde zuerst erstellt am 23. 03. 2005
Zuletzt bearbeitet am 15. 03. 2008

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