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Dokumente und Fundstücke deutschen Lebens von 1900 bis 2005
Gesammelt und gestaltet von Wiltrud Betzler-Schellin



1996


1996


DER KÜNSTLER UND SEINE WANDERER
ODER
ULRICH LEIVE MALT EIN BILD


Person: Ulrich Leive
Ort: Osnabrück, Niedersachsen

Wandern, laufen, gehen - wohin? Gehende Menschen sind das Malthema des Malers Ulrich Leive. Seine Menschen gehen einer unbestimmten Zeit entgegen: manchmal auf ruhigen Untergründen in ruhigen Farben gemalt als Symbol für ein friedliches Leben und eine friedliche Zukunft. Meistens wandern sie auf unruhigen, teilweise sogar schreienden Untergründen daher, hier ist ihr Blick in die Zukunft ein Blick voller Angst und Schrecken. Ulrich Leive malt sie immer in Gruppen, alle in der typischen Leiveschen Handschrift. Da sie in Gruppen durchs Leben marschieren, stehen diese «Leive-Männchen» auch für die ganze Gesellschaft.

Information:  Der Maler Ulrich Leive wurde 1957 in Osnabrück geboren. Er studierte zunächst Jura, wandte sich dann jedoch ganz der Malerei zu. Seit 1984 ist er als freischaffender Künstler tätig. Er wurde wiederholt ausgezeichnet, vor allem für die künstlerische Bearbeitung des Themas Holocaust / Shoah. An biblischen Themen (Die Leive-Bibel) entstanden über 1.000 Gouachen, 500 Zeichnungen und über 400 Gemälde, vor allem auch größere zusammenhängende Zyklen.
Besonders zu erwähnen sind seine verschiedenen Engelbilder und die Arbeiten zum Thema Antlitz Christi.



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1997



Diese Seite wurde zuerst erstellt am 23. 03. 2005
Zuletzt bearbeitet am 15. 03. 2008

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