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Dokumente und Fundstücke deutschen Lebens von 1900 bis 2005
Gesammelt und gestaltet von Wiltrud Betzler-Schellin



1937


1937


BLUT UND EHRE!
ODER
HEINZ LEIVE LEGT DIE PIMPFENPRÜFUNG AB


Person: Heinz Leive (15.6.1926-14.1.1984),
später verheiratet mit Irmgard Leive, geborene Tiemann (23.12.1928),
Heirat am 17.7.1954,
Heinz Leive ist der Vater des Malers Ulrich Leive (2.2.1957),
ich bin mit Ulrich Leive befreundet
Ort: Osnabrück, Provinz Hannover des Freistaates Preußen

Heinz Leive, ein sportlicher, aktiver Junge, hat sich mit viel Energie auf die Pimpfenprobe vorbereitet. Die vorgeschriebene Zeit von 12 Sekunden kann er gut beim 60Meter-Lauf einhalten, auch der Weitsprung mit seiner geforderten Weite von 2,75 m ist kein Problem. Allerdings mit dem Schlagball hatte er doch einige Mühe,
25 m waren sehr, sehr weit. Endlich ist auch dies geschafft und voll Stolz präsentiert er seinen Eltern das Pimpfenmesser „Blut und Ehre“.

Information:  Die Nationalsozialisten wollten Kinder und Jugendliche auch außerhalb von Schule und Elternhaus in ihrem Sinne erziehen. In der "Hitlerjugend" (HJ) waren die 10- bis 14jährigen Jungen als "Pimpfe", danach bis zum 18. Lebensjahr als "Hitlerjungen" organisiert.
Aus: Mensch und Umwelt, 1992



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1938



Diese Seite wurde zuerst erstellt am 22. 03. 2005
Zuletzt bearbeitet am 21. 04. 2005

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