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Dokumente und Fundstücke deutschen Lebens von 1900 bis 2005
Gesammelt und gestaltet von Wiltrud Betzler-Schellin



1931


1931


TRAUM ODER WIRKLICHKEIT?
ODER
ERICH SCHMID SIEHT
IN EINEM MODERNEN MÖBELGESCHÄFT
EINEN "ABSTRAKTEN" HOLZSESSEL


Person: Erich Schmid (29.8.1908 ?),
Erich Schmid ist der Mann meiner Tante Maria Schmid, geborene Prothiva (9.11.1912 15.6.1993), mütterlicherseits
Heirat am ?
Ort: Stuttgart, Freistaat Württemberg

In Gedanken versunken geht der Student Erich Schmid die Königstraße entlang. Gedankenverloren biegt er in eine Seitenstraße ab, bleibt plötzlich vor einer Schaufensterscheibe stehen. Was ist das? Träumt er oder ist er wach? Im Schaufenster steht ein Ding, es soll wohl einen Sessel darstellen, es sieht aber mehr wie Kunst aus. Kann man darauf sitzen? Sofort ist ihm klar, es sieht wie ein Bild aus, ein abstraktes Bild, er hat es in Berlin in einer Ausstellung gesehen. Jetzt ist er hellwach. Wie heißt der Künstler noch? Es war ein Holländer, die Gruppe hieß" "De Stijl", ach ja und der Künstler hieß Mondrian.

Information:    "De Stijl" ist eine Künstler- und Architektengruppe aus den Niederlanden. Piet Mondrian (1872 - 1944) ist einer ihrer Begründer, er malt seit 1914 rein geometrische Kompositionen. Sein Werk Tableau I (1921) - Komposition mit rot, gelb, blau - erinnert an den rot-blauen Stuhl (1918) von Gerrit Thomas Rietveld (1888 - 1964), ebenfalls ein Mitglied in der Stijlgruppe.
Die Stijlgruppe lehnt jede Naturwiedergabe in der Malerei ab und reduziert die Gemälde auf geometrische Grundformen, vor allem Betonung der Waagrechten und der Senkrechten unter Verwendung der Grundfarben rot, gelb, blau und der Nichtfarben weiß, schwarz, grau. Die Gruppe hat Einfluss auf das zur gleichen Zeit arbeitende Bauhaus, Hochschule für Gestaltung in Deutschland.



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1932



Diese Seite wurde zuerst erstellt am 22. 03. 2005
Zuletzt bearbeitet am 25. 04. 2005

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