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Dokumente und Fundstücke deutschen Lebens von 1900 bis 2005
Gesammelt und gestaltet von Wiltrud Betzler-Schellin



1901


1901


ZWISCHEN WERKSTATT UND KATHOLISCHEM
GESELLENHAUS
ODER
KARL RAIBLE ZEIGT EIN PHOTO


Person: Karl Raible (12.4.1880 – 17.11.1961), katholisch,
später verheiratet mit Friederike Raible, geb. Kästle (12.5.1885 – 16.8.1963), katholisch, Heirat am 7.7.1910,
Karl Raible ist mein Großvater väterlicherseits
Ort: Stuttgart oder Bad Cannstatt, Königreich Württemberg

Karl Raible ist ein schmucker Bursche. Im katholischen Gesellenhaus wurde eine Fotografie von ihm (sitzend links) und anderen Gesellen aufgenommen. Stolz zeigt er sie seinem Arbeitgeber. Dabei fällt ihm sein Rosenkranz aus der Tasche, die Rosenkranzgebete spricht er mehrmals pro Woche. Sein Vorgesetzter ist wie er eifriger katholischer Kirchgänger und reicht ihm seinen Rosenkranz wieder.

Information I:  Rosenkranzfest: Es wurde 1573 von Gregor XIII. für alle Kirchen eingeführt, in denen sich ein Rosenkranzaltar befand, zum Danke über den glorreichen Seesieg über die Türken bei Lepanto (7.10.1571), der zum nicht geringen Teil der Macht des Rosenkranzgebetes zuzuschreiben ist, Papst Klemens VI. dehnte es auf die ganze Kirche aus, als wiederum offenbar durch die Kraft des Rosenkranzgebetes im Jahre 1716 bei Peterwardein vom Prinzen Eugen ein glänzender Sieg über dieTürken errungen wurde.
Aus: Messbuch, 1940

Information II:  Die einzelnen Vaterunser und Ave-Maria, welche die 15 Dekaden oder Gesätze bilden, aus denen der eigentliche, vollständige, auch Psalter genannte Rosenkranz besteht, und die man unter frommen, der Fähigkeit eines jeden angepassten Betrachtungen über die Hauptgeheimnisse des Lebens, des Todes und der Auferstehung unseres Heilandes betet, werden von der Kirche als ebenso viele Rosen für die Himmelskönigin betrachtet, daher der Name Rosenkranz.
Aus: Messbuch, 1926



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Diese Seite wurde zuerst erstellt am 22. 03. 2005
Zuletzt bearbeitet am 02. 07. 2006

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