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Industriekultur in NRW
Orte, Veranstaltungen, Links und jetzt neu: die Industriegeschichte der Regionen weiter
 
Filmliste
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66 Seasons
A
Adire - Indigo Textiles amongst the YorubaAids Aufklärungs Spot KurzfassungAKINI Trinidad Karneval Moko Jumbies Soca Calypso TobagoAlexander / AleksandrsAlte Reklame - Die schönsten Emailschilder und WerbefigurenAltenheimAmphitryon (Trailer)ANOTHER GLORIOUS DAY/ TrailerAntonia lässt sich Ohrlöcher schiessen (Antonia gets her ears pierced)ASIA MINOR OVER AGAINATEMZUGATHENEAuf der Suche nach noch nie gehörten Klängen
B
Bad Bill - The GatheringBahn unterm HammerBallspielBANQUET OF THE DEAD (The)Berlin Kulturforum Time Fades video installation by Philipp GeistBIRTHDAY PARTYBorn To FlyBucharest Fleeting Figures video installation by Philipp GeistBörsenbahn gestoppt?
C
CAPE TALENT / CAPE TALKChildren of Their Own Land / Savas zemes bērniCOOBER PEDY: WHITE MAN IN THE HOLEcube Pusher
D
D.S. Baldajev - Zeichner des GULagDas blaue Gold im Garten EdenDas kann's noch nicht gewesen sein...Das klingende Sonntagsrätsel - von Hans Rosenthal zu Christian BienertDas Tabu der FreiheitDas Vermächtnis des Jens KlipperDAVID GEGEN GOLIATHDavid Lynchs Dumbland / Does That Hurt You?Dein Kuss von göttlicher Natur - Vision eines FilmprojektesDer A-380Der Agrar RebellDER BOXPRINZDer eiserne BulldogDer Heinz vom FilmDER JUNGE DER VOM HIMMEL FIELDer Mesner und die DreigroschenoperDer StörenfriedDer Tod des Pero RadakovicDER TOD IST EIN WUNDERBARES ERLEBNISDeutscher VerkehrDie Auschwitz-Dialoge (Polen/Deutschland)DIE ENDLOSE QUELLE: SOLARENERGIEDie KandidatinDIE KARAWANE DER TUWINERDie Kinder des Cirque BouffonDie Kunst der FugeDie Kunst der Verführung - Das Akkordeon von Teodoro AnzellottiDie Leiden des jungen Werthers (Trailer)DIE NEUE POWER - Erneuerbare Energien in EuropaDie PARTEI mit Martin SonnebornDie PassionDIE STUNDENEICHEDIE WASSERMEISTERDie Zeit in meinen AugenDiktatoren in GundelfingenDomenicaDu bist mein Afrika
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EARTHQUAKEEINE REISE NACH CUBAEINE TUWINISCHE REISEErna Weißenborn - Eine Frau schreibt ihren WegEu cand vreau sa fluier, fluiereXtaze - das eXperiment mit dem Glück
F
FIGHTING THE FIRESFilm About Films / Filma par filmāmFinn & TomFräulein Stinnes: Mit dem Auto um die Welt 1927-29Frank Ned & Busy LizzieFreiheit in die Welt
G
GALERAGEDANKEN WIE ZÜNDSTOFFGERMAN SOLDIERS IN ATHENS (8mm mute)Gewürzpredigt für Pfeffersäcke, Performance von Lili Fischer in St. Petri zu LübeckGIFTIG, ÄTZEND, EXPLOSIV!GOD IS NO SOPRANOGREEN LINESGrüne Türen in HetzeldorfGünter Wallraff - Ganz Unten
H
Hamlet - This Is Your FamilyHauptsache gemütlich - Deutsche WohnzimmerHeimatkunde - Eine Expedition in die Zone mit Martin SonnebornHeimliche BlickeHelmut Lachenmann und Wolfgang Rihm im Gespräch (10 Jahre später)HERCULES, ACHELOOS AND MY GRANNYHere We ComeHEUTE MINISTER, MORGEN BANKIERHinter diesen MauernHipHop-A Tale From The HoodHITLERS OstwallHOUSE OF CAIN (The)Hubert Burda - Zwischen Rebellion und PflichtHUNGERSTREIK IN DUISBURGHÖLLE IM BERG
I
''IM GRUNDE BIN ICH EIN AUS LAUTER ZWEIFELN BESTEHENDER GLÄUBIGER MENSCH''Ich bin kein wildes Mädchen mehrIch muss dir was sagenIhn gibt's nur einmal - Artur BraunerINS HERZ DER ZUKUNFT
J
James Krüss oder Die Suche nach den glücklichen InselnJohn Heartfield FotomonteurJonusas - Himmel und Hölle sind meinJordi Savall - Die Stimmen der GambeJordi Savall Familie & Freunde in concert
K
Kabale und LiebeKalinovski SquareKARIN WIECKHORST, FOTOGRAFIN AUS LEIPZIGKEHRAUS, wiederKEHREIN, KEHRAUSKlaus Groth - Ein Dichterleben
L
Lawine - Leben und Sterben des Werner KoenigLIGURIA LOVESTORYLOG BOOKS: GEORGE SEFERISLux et Umbra
M
''Myschink'' / andi teichmann music video by Philipp GeistMünchner FreiheitMein Herz zerreisstMein Traum, meine Liebe, meine HoffnungMentirasMister & Missis.SippiMorgenstimmungMs. Senior SweetheartMusterdorf mein MusterdorfMY CRETAN LEMON TREE
N
Nachlese mit Vilém und Edith Flusser, Teil 1Nachlese mit Vilém und Edith Flusser, Teil 2Nierenleiden, chronisch // Beatrix Hartmann: Hart im Nehmen.
P
PAINTING (The)Pater nosterPATRISPhoto: Inta Ruka. Portraits of People at Home / Foto: Inta Ruka. Cilvēku portreti savās mājās
R
rauten traurigRegina BluesRESURFACERussenbus
S
''seeblick'' #1''seeblick'' #2Sammeln, ErinnernSauna TangoSchwungrädersmall fishSneaker StoriesSolarTaxiSounds of the Seas - A science detective story.Spielzeug Zauber - Kleine WeltenStärker als die AngstStark ohne Gewalt
T
TaubblindThe Book of LeninsThe BoxThe CrossroadTHE DEADBROTHERS - Death is not the endthe happy tale of the missed auditionThe Keys To ParadiseThe Life and Other Building YardsThe Queen's Courtyard (English Subtitles)THE ROAD TO NODThis Way of Life - Neuseeland so leben wirTintenherz (Trailer)Tote ErnteTrakehnen wieder deutsch?Trickfilm-Fieber - Der Zeichentrick-Pionier Gerhard FieberTRIUMPH OVER TIMETRUPPENSPIELERTräume von Freiheit und GleichheitTschernobyl
U
Uma TrailerUP & DANCINGUtes Lesung Raumzeitlegende
V
Vergessen Sie'sVier helle KöpfeVIER WÄNDE ( Trailer)VOODOO RHYTHM - The Gospel of primitive Rock `n´ Roll
W
Wachsam Tag und NachtWas ist Improvisation?Wasser unterm HammerWasserkrieg in SpanienWelche Farbe hat das Nichts?Wenn die Zahnräder Menschen sind - György Ligeti´s KlavierkonzertWHAT TIME IS IT?Wild, Wild BeachWo ist Erkan Deriduk?Wollis PARADIES Trailer zum Film
Y
Yaptik-HasseYou`re Sexy When You`re Sad / Man pat?k ka meitene skumst
Z
ZeitRaum - 1. Film Kurzfassung (short)ZENSUR, GEFÄNGNIS, FOLTERZOWNIR - RADICAL MANZUG UM ZUG - Budapest 1944Zwielicht
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filmkultur

In einer Kooperation mit dem Projekt ONLINEFILM bieten wir den Mitgliedern der Kulturserver-Netzwerke die Möglichkeit Filme und Clips zu präsentieren. Eine Auswahl zeigen wir in der Videothek des Kulturportals. Alle Filme eines Kulturschaffenden kann man auf seiner Webvistenkarte sehen. Schreiben Sie an redaktion@kulturserver.de um weitere Informationen zu erhalten, wenn Sie Ihre Filme auch hier anbieten möchten.

 

DIE KARAWANE DER TUWINER
Regie: Wolfgang Luck, Robert T. Pütz 
Weil es - zu Stalins Zeiten - in den Weidegründen unterhalb des Altai-Gebirges immer wieder zu Stammeskriegen zwischen Kasachen und Tuwinern kam, wurde das nur ein paar tausend Menschen zählende kleine Turkvolk an die chinesische Grenze der Mongolei zwangsumgesiedelt. Galsan Tschinag, ein Nachkomme der tuwinischen Stammesführer, der in Leipzig Germanistik studieren konnte und nach dem Zusammenbruch der sozialistischen Staaten in der Bundesrepublik ein bekannter Schriftsteller wurde, bewegt einige hundert seiner seitdem in und um Ulan Bator nomadisierenden Stammesgenossen dazu, zurück "ins Land ihrer Väter" zu gehen. Unser Team begleitet diese größte Karawane, die die Mongolei seit den Zeiten Dschingis Khans sah, drei Monate lang auf ihrem 2000 Kilometer weiten Weg zurück ins Altai-Gebirge. Neben dem großen ARTE-Dokumentarfilm entstanden in diesem Mongolei-Projekt die WDR-Reportage "Auf den Spuren von Dschingis Khan", die den Autoren den Axel-Cäsar-Springer-Preis für Nachwuchsjournalisten brachte, dazu ein Porträt von Galsan Tschinag und zwei Schulfernseh-Sendungen über das Umweltbewußtsein der Nomaden - "Vater Himmel, Mutter Erde" - und über die großartige Landschaft - "Willkommen in der Mongolei" -, die auf den entsprechenden Seiten angeboten werden.
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ZUG UM ZUG - Budapest 1944
Regie: Bertram von Boxberg, Axel Brandt, Elias Perrig 
Menschenleben an der Warenterminbörse, Geld gegen Leben, Blut gegen Ware: Das Dokudrama schildert die Verhandlungen des jüdischen Widerstand in Budapest mit der SS um den Freikauf der ungarischen Juden. Nach monatelangem Poker erreichten bis Anfang Dezember 1944 zwei Sonderzüge mit 1684 ungarischen Juden die rettende Schweiz. Der Film zeigt den langen Weg bis dahin: Als kühles Pokerspiel zwischen dem jüdischen Verhandlungsführer Rudolf Kasztner und seinen Gegenparts auf SS-Seite, Hermann Krumey, Dieter Wisliceny und Adolf Eichmann. Es geht um Zahlungsfristen, Liefer- und Transportmodalitäten der Ware, Zwischenlagerung der Ware in Bergen-Belsen bis zum Eingang der vereinbarten Raten. Das Geschacher um Menschenleben als Schachspiel – Zug um Zug: Die Schauspieler des Staatstheaters Stuttgart spielen das Verhandlungsmarathon mit distanzierter Kälte, wie wenn es um die Ausgestaltung von Kartoffel- oder Ölkontrakten ginge. Parallel dazu berichten die letzten noch lebenden Zeitzeugen aus den Kasztnerzügen, unter welcher Anspannung sie, Auschwitz immer vor Augen, standen, bis sie endlich die schweizer Grenze erreichten: Hinter uns war alles dunkel, vor uns war Licht. Alles war hell. Kasztner wurde 1957 von israelischen Nationalisten vor seiner Wohnung in Tel Aviv erschossen - nachdem der israelische oberste Gerichtshof Kasztner vom Vorwurf der Kollaboration mit der SS freigesprochen hatte. Aber bei nicht wenigen in Israel gilt Kasztner bis heute als Kollaborateur der SS.
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Träume von Freiheit und Gleichheit
Regie: Martina Fluck 
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Die Zeit in meinen Augen
Regie: Martina Fluck 
Dokumentarfilm über zwei Arbeiter des von der Stilllegung bedrohten Industriestandortes BUNA - Kabidwerke Halle / Saale kurz nach der Wende
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Börsenbahn gestoppt?
Regie: Herdolor Lorenz 
http://www.bahn-unterm-hammer.de Börsenbahn gestoppt? Signale zur Privatisierung weiter auf GRÜN ! Ein Film von Herdolor Lorenz unter Mitwirkung von Klaus Ihlau, Dr. Winfried Wolf, Rolf Becker und Hans-Gerd Öfinger, Länge 19 Min. Eine Kernfilm Produktion 2008 Deutsche Medien erwecken überwiegend den Eindruck, das „Bahnprivatisierungs-Projekt“ der großen Koalition sei mit dem SPD-Parteitag Ende Oktober 2007 gescheitert. Schön wär’s! Tatsächlich war die Stimmung auf dem Parteitag eindeutig gegen den Börsengang der Bahn. Der Parteivorsitzende Kurt Beck musste sogar versprechen, ohne neuen Parteitag werde die SPD keiner Privatisierung zustimmen außer einer mit Volksaktien. Am Ende der Versammlung resümiert aber Verkehrsminister Tiefensee: „Was viele übersehen: Wir haben es geschafft, mit der Vorzugsaktie die Tür zur Teilprivatisierung offen zu halten.“ Der Film zeigt, wie es zu der privatisierungsfeindlichen Haltung auf dem Parteitag kam und wie dann Tiefensee & Steinbrück schon kurz nach dem Parteitag das sog. „Holding-Modell“ lancieren: Eine „Privatisierung auf Umwegen“, bei der die Bahn in Fahrweg und Transport aufgespalten und der Bahnbetrieb privatisiert werden soll. Der Clou: Es kann ganz ohne Gesetz umgesetzt werden, ohne Bundestag und ohne neuen SPD-Parteitag. Was wird da aus Kurt Beck und seinem Versprechen? _________________________________________________________________________________ http://www.bahn-unterm-hammer.de film@bahn-fuer-alle.de
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HÖLLE IM BERG
Regie: Peter Kleinert 
Die Geschichte des Konzentrationslagers DORA beginnt in Peenemünde. Dort hatten am 3. Oktober 1942 die Raketentechniker und Ingenieure um Wernher von Braun, Arthur Rudolph und Walter Dornberger erstmals erfolgreich die Flüssigtreibstoffrakete A4 gestartet, die Hitlers Propagandaminister Joseph Göbbels später "Vergeltungswaffe" V2 taufte. Rudolph, zusammen mit von Braun Direktor des Raketenwerks, beantragte bei der SS, auch in Peenemünde ein KZ für 1400 Arbeitssklaven einzurichten. Der Politologe Rainer Eisfeld deckt dieses von den deutschen "Weltraumhelden" bislang erfolgreich vertuschte Verbrechen in unserem Film auf und stellt der Legende, die von Braun (1938 NSDAP-Mitglied, 1941 SS-Sturmbannführer, nach 1945 "Vater der Saturn-Rakete" und Träger des Bundesverdienstkreuzes), unterstützt von Massenmedien und Nachkriegspolitikern so erfolgreich schaffen konnte, die brutale Wirklichkeit gegenüber: Die deutschen V-Waffen waren eben nicht nur die Vorläufer der Flüge zu Mond und Mars. Sie trugen von 1943 an Tod und Verderben für Tausende nach London, Rotterdam und Paris. Nach den ersten Bombenangriffen auf Peenemünde wurden sie in den unterirdischen Stollen des Kohnsteinmassivs im Harz von 60.000 Arbeitssklaven gebaut, von denen mindestens 16.000 den entsetzlichen Arbeitsbedingungen im "Mittelwerk" und der SS im dazugehörenden KZ DORA zum Opfer fielen. Zum 50sten Jahrestag von DORA berichten Überlebende der "Hölle im Berg". Der Film zeigt historische Aufnahmen von der Befreiung des KZ und von den Raketenversuchen der deutschen "Raketenpioniere" in Peenemünde und in den USA. Nach einer Veranstaltung mit unserem Film in Paris schrieb uns Jean Mialet, Präsident des "Europäischen Komitees zur Erinnerung an DORA, Ellrich und Harzungen": Ein ausgezeichneter Film, ganz im Sinne unseres Ziels, das Geschehen von DORA ins Gedächtnis unserer Völker zurückzurufen... "Ostsee-Zeitung": Zwei Daten jüngerer Geschichte: Im Februar 1962 schicken die USA ihren ersten bemannten Flugkörper ins All; im September 1993 treffen sich ehemalige KZ-Häftlinge zum 50. Jahrestag der Errichtung des Konzentrationslagers "Dora Mittelbau" bei Nordhausen. Der Zusammenhang zwischen beiden Ereignissen ist durch vielfaches Verschweigen und Retuschieren, Beschönigen und Verleugnen historischer Zusammenhänge zugedeckt. Das durch brisante Beiträge bekannte Magazin "KANAL 4" arbeitet diese Zusammenhänge in seiner Dokumentation "Hölle im Berg - Die deutschen Raumfahrtpioniere und ihre Konzentrationslager" deutlich heraus... Überlebende der Gräuel kommen zu Wort - man sollte sie sich anhören. Kölner StadtRevue: Politiker und Wissenschaftler feiern Peenemünde gern als Geburtsort der modernen Raumfahrt. Daß durch die dort entwickelten V2-Raketen in London und Amsterdam mehr als 3000 Menschen getötet wurden, wird gern als läßliche Sünde des Vaters der Saturn V Rakete, Wernher von Braun, hingenommen. Bis heute wurde vertuscht, daß die Raketeningenieure um den SS-Obersturmbannführer zur effektiveren Produktion bei Himmler 1943 ein eigenes KZ bestellten und auch bekamen. Hans Georg und Peter Kleinert enthüllen, wie Deutschland mit seinen "Raumfahrtpionieren" und den mindestens 16.000 Opfern ("durch Arbeit vernichtet") umgeht. Die "Frankfurter Rundschau": Filmisch ergiebiger ist "Hölle im Berg - Der Mythos um Wernher von Braun" von Hans Georg und Peter Kleinert, der das Image des untadeligen Wissenschaftlers, das der Raketenforscher und Raumfahrtpionier so erfolgreich kultivierte, demontiert... Vielfältiges Archivmaterial ist mit Off-Kommentar und Aussagen von Überlebenden verknüpft; Statements eines Politologen, der das vertuschte Verbrechen aufdeckte, untermauern die Argumentation."
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HEUTE MINISTER, MORGEN BANKIER
Regie: Peter Kleinert 
Der ehemalige FDP-Wirtschaftsminister und Dresdner Bank-Chef ist - ungebrochen durch seine Partei-Spendenaffäre mit dem Hause Flick - immer noch einer der Drahtzieher "unserer Wirtschaft", weshalb ihm die Autoren das Lenin-Zitat im Titel gewidmet haben. Voller Stolz auf seine Karriere läßt er sich, inzwischen zum Airbus-Boss aufgestiegen, bei einer Flugzeugtaufe, vor dem Kaminfeuer zuhause und auf dem Rennrad filmen - hier allerdings begleitet von Leibwächtern im Mercedes. Was Friderichs selbst in seiner Biografie vorsichtshalber wegläßt, ergänzen die Autoren, gestützt auf die Archive, einige Kritiker, wie die Politik- und Wirtschaftswissenschaftler Prof. Hans See und Jörg Huffschmidt und seine "Weggefährten". Nur einer von diesen, Otto Graf Lambsdorff, Wirtschaftsminister und FDP-Vorsitzender, wie Friderichs wegen der Flick-Affäre rechtskräftig aber - entsprechend seiner Position - gentlemanlike verurteilt, merkt schon während der Filmaufnahmen, daß dies offenbar keiner der im Fernsehen üblichen Filme werden soll und bricht - um seine Fassung kämpfend - das Interview ab. Die anderen Freunde, wie der vom Corps Teutonia, plaudern stolz im Interview oder werden von Friderichs persönlich ebenso stolz erwähnt: Walter Deuss, Karstadt AG, Horst K. Janott, Münchner Rück, Joachim Zahn, Daimler Benz, Hans L. Merkle, Deutsche Bank, BASF, BDI, Alfred Herrhausen, Deutsche Bank, Jürgen Ponto, AEG und Dresdner Bank, Fritz Berg, BDI-Präsident, Hans Günther Sohl, Wehrwirtschaftsführer, Thyssen AG, BDI-Präsident, Eberhard von Brauchitsch, Friedrich Flick KG und BDI-Vizepräsident. Brauchitsch, Lambsdorff und Friderichs wurden im Flick-Prozess nicht, wie die Staatsanwaltschaft wollte, wegen Bestechlichkeit, sondern "nur" wegen Steuerhinterziehung verurteilt. Das brachte Friderichs zwar um seinen Vorstandsvorsitz bei der Dresdner Bank, wenig später aber den Vorsitz im Aufsichtsrat von Airbus - wohl nicht zuletzt, weil er der Daimler Benz AG seiner Freunde Herrhausen und Zahn per Ministererlaubnis zu "zusätzlichen Geschäftsbereichen" (AEG, MBB, MTU) verholfen und damit den größten deutschen Rüstungskonzern mit auf die Welt gebracht hatte. Soweit wir es überblicken, hat über diese Sendung von KANAL 4 keine der verlegereigenen und anzeigenabhängigen Tageszeitungen der Bundesrepublik berichtet.
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The Crossroad
Regie: Stefano Menini 
The man with the bag is running away. The lawman is driving the streets. A small accident will cross their lives until the dramatic, open end.
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Taubblind
Regie: Wolfram Seeger 
Dokumentarfilm von Wolfram Seeger Pünktlich um 8.00 Uhr beginnt für Gudrun Stärke der Arbeitstag. Der wunderschöne alte Stuhl, der auf einem Bock vor ihr steht, bekommt eine neue Sitzfläche, geflochten in der traditionellen Achteck-Form. Gudrun ist beim 6. Arbeitsschritt, dem Einpassen des letzten diagonalen Flecht-rohrs. Beim Verkeilen im Rahmen passiert ihr ein kleines Malheur. Das Rohr reißt ein und muß erneuert werden, offenbar hatte sie es zu lange eingeweicht. Über solch ein Mißgeschick kann Gudrun sich schwarz ärgern. Die Arbeit ist ihr Lebenselixier, Unterbrechungen - auch die Pausen - sind da nur lästig. Daß die Betreuerin ihr zu Hilfe kommt, merkt sie an den Schwingungen des Holzbodens, am Hauch der bewegten Luft und am vertrau-ten Geruch. Der Zivi zum Beispiel riecht ganz anders, seine Schritte sind größer und sein Gang schwerer. Außerdem ist er noch unbeholfen, wenn er ihr mit Hilfe des Fingeralphabets etwas sagen will. Gudrun Stärke lebt seit Jahrzehnten in einer Welt ohne Licht und ohne Laute. Im Alter von 9 Mo-naten verlor sie ihr Gehör, sie kam in einen Kindergarten für Gehörlose, später in eine Schule, in der sie noch schreiben und lesen lernte. Dann ließ ihre Sehkraft nach und mit 13 Jahren war sie völlig blind; das war 1962. Zwei Jahre später kam sie in das Taubblindenheim des Oberlinhauses in Potsdam-Babelsberg, eine der ältesten Einrichtungen ihrer Art in Deutschland. In der Schule im Oberlinhaus werden zwei Schülerinnen von einer Lehrerin betreut. Josi, 13 Jahre alt, soll schon seit Monaten den Zahlenraum bis Drei kennenlernen. Den bunten Würfel hält sie ganz nah vor die Augen, für ihre Lieblingsfarbe Rot interessiert sie sich viel mehr als für die eingeprägten Zahlen. Frau Welz, die Lehrerin, verständigt sich mit ihr in einer Mischung aus Gebärden- und Fingersprache. Josi Riedel kam in der 23. Schwangerschaftswoche zur Welt, sie wog 720 Gramm und war nur 32 Zentimeter groß. Bei der Geburt war es zu schweren Komplikationen gekommen, für die Ärzte war Josi eine "lebende Totgeburt", bis sie auf der Waage anfing zu schreien. Aufgrund des Sauerstoffmangels ist Josi seit Geburt taub und geistig behindert. Ihr Augenlicht verschlechterte sich zunehmend, seit sieben Jahren verfügt sie nur noch über Sehreste. 1998 kam sie in die Schule im Oberlinhaus, seit 1999 wohnt sie dort auch im Heim. Zwei Lebensläufe, die charakteristisch sind für die Situation taubblinder Menschen. "Echte Taub-blinde" sind eine aussterbende Spezies, sagt der Leiter des Wohnbereichs im Oberlinhaus. Die Ursachen für den Verlust der beiden Sinne waren in der Vergangenheit überwiegend Meningitis, Geschlechtskrankheiten und andere verdeckte Infektionskrankheiten. Ältere Taubblinde haben in der Regel lesen und schreiben gelernt, beherrschen die Blindenschrift, können sich mit der Um-welt verständigen und haben Erinnerungen an die Zeit, in der sie noch sehen konnten. In den letzten Jahren stehen andere Ursachen - und damit ein verändertes Erscheinungsbild der Behinderung - im Vordergrund: Embryopathien, also eine Röteln-Infektion der Mutter während der Schwangerschaft, extreme Frühgeburten, die am Leben gehalten und dann im Brutkasten mit Sauerstoff unter- bzw. überversorgt wurden, sowie Komplikationen während der Geburt führen zu Schädigungen nicht nur an den Sinnesorganen sondern auch im Gehirn. Der Filmemacher und Grimme-Preisträger Wolfram Seeger (“Dornröschen – Zwei Kinder erwachen aus dem Koma”) hielt sich im Sommer 2000 zwei Monate im Oberlinhaus in Babelsberg auf, um Kontakt zu den Kindern und Erwachsenen aufzunehmen. Als sie mit der Anwesenheit einer Kamera einverstanden waren, begleitete er ihren Alltag und versucht, in Gesprächen mit Betreuern und Angehörigen einen Einblick in die Welt der Stille und Dunkelheit zu vermitteln. Redaktion: Enno Hungerland / Reinhard Wulf
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Ich muss dir was sagen
Regie: Martin Nguyen 
Oskar und Leo sind vierjährige Zwillinge. Oskar ist seit seiner Geburt gehörlos, Leo hörend. Die Kinder wachsen gemeinsam mit einer Sprache auf, die in der Stille ihre Entfaltung findet: Gebärdensprache. ICH MUSS DIR WAS SAGEN geht der Frage nach, was die Diagnose "gehörlos" für die hörenden Eltern Sandra und Stefan bedeutet. Sie müssen die Gebärdensprache erst erlernen, um mit Oskar kommunizieren zu können. Leo wächst somit zweisprachig auf.
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