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Industriekultur in NRW
Orte, Veranstaltungen, Links und jetzt neu: die Industriegeschichte der Regionen weiter
 
Filmliste
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66 Seasons
A
Adire - Indigo Textiles amongst the YorubaAids Aufklärungs Spot KurzfassungAKINI Trinidad Karneval Moko Jumbies Soca Calypso TobagoAlexander / AleksandrsAlte Reklame - Die schönsten Emailschilder und WerbefigurenAltenheimAmphitryon (Trailer)ANOTHER GLORIOUS DAY/ TrailerAntonia lässt sich Ohrlöcher schiessen (Antonia gets her ears pierced)ASIA MINOR OVER AGAINATEMZUGATHENEAuf der Suche nach noch nie gehörten Klängen
B
Bad Bill - The GatheringBahn unterm HammerBallspielBANQUET OF THE DEAD (The)Berlin Kulturforum Time Fades video installation by Philipp GeistBIRTHDAY PARTYBorn To FlyBucharest Fleeting Figures video installation by Philipp GeistBörsenbahn gestoppt?
C
CAPE TALENT / CAPE TALKChildren of Their Own Land / Savas zemes bērniCOOBER PEDY: WHITE MAN IN THE HOLEcube Pusher
D
D.S. Baldajev - Zeichner des GULagDas blaue Gold im Garten EdenDas kann's noch nicht gewesen sein...Das klingende Sonntagsrätsel - von Hans Rosenthal zu Christian BienertDas Tabu der FreiheitDas Vermächtnis des Jens KlipperDAVID GEGEN GOLIATHDavid Lynchs Dumbland / Does That Hurt You?Dein Kuss von göttlicher Natur - Vision eines FilmprojektesDer A-380Der Agrar RebellDER BOXPRINZDer eiserne BulldogDer Heinz vom FilmDER JUNGE DER VOM HIMMEL FIELDer Mesner und die DreigroschenoperDer StörenfriedDer Tod des Pero RadakovicDER TOD IST EIN WUNDERBARES ERLEBNISDeutscher VerkehrDie Auschwitz-Dialoge (Polen/Deutschland)DIE ENDLOSE QUELLE: SOLARENERGIEDie KandidatinDIE KARAWANE DER TUWINERDie Kinder des Cirque BouffonDie Kunst der FugeDie Kunst der Verführung - Das Akkordeon von Teodoro AnzellottiDie Leiden des jungen Werthers (Trailer)DIE NEUE POWER - Erneuerbare Energien in EuropaDie PARTEI mit Martin SonnebornDie PassionDIE STUNDENEICHEDIE WASSERMEISTERDie Zeit in meinen AugenDiktatoren in GundelfingenDomenicaDu bist mein Afrika
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EARTHQUAKEEINE REISE NACH CUBAEINE TUWINISCHE REISEErna Weißenborn - Eine Frau schreibt ihren WegEu cand vreau sa fluier, fluiereXtaze - das eXperiment mit dem Glück
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FIGHTING THE FIRESFilm About Films / Filma par filmāmFinn & TomFräulein Stinnes: Mit dem Auto um die Welt 1927-29Frank Ned & Busy LizzieFreiheit in die Welt
G
GALERAGEDANKEN WIE ZÜNDSTOFFGERMAN SOLDIERS IN ATHENS (8mm mute)Gewürzpredigt für Pfeffersäcke, Performance von Lili Fischer in St. Petri zu LübeckGIFTIG, ÄTZEND, EXPLOSIV!GOD IS NO SOPRANOGREEN LINESGrüne Türen in HetzeldorfGünter Wallraff - Ganz Unten
H
Hamlet - This Is Your FamilyHauptsache gemütlich - Deutsche WohnzimmerHeimatkunde - Eine Expedition in die Zone mit Martin SonnebornHeimliche BlickeHelmut Lachenmann und Wolfgang Rihm im Gespräch (10 Jahre später)HERCULES, ACHELOOS AND MY GRANNYHere We ComeHEUTE MINISTER, MORGEN BANKIERHinter diesen MauernHipHop-A Tale From The HoodHITLERS OstwallHOUSE OF CAIN (The)Hubert Burda - Zwischen Rebellion und PflichtHUNGERSTREIK IN DUISBURGHÖLLE IM BERG
I
''IM GRUNDE BIN ICH EIN AUS LAUTER ZWEIFELN BESTEHENDER GLÄUBIGER MENSCH''Ich bin kein wildes Mädchen mehrIch muss dir was sagenIhn gibt's nur einmal - Artur BraunerINS HERZ DER ZUKUNFT
J
James Krüss oder Die Suche nach den glücklichen InselnJohn Heartfield FotomonteurJonusas - Himmel und Hölle sind meinJordi Savall - Die Stimmen der GambeJordi Savall Familie & Freunde in concert
K
Kabale und LiebeKalinovski SquareKARIN WIECKHORST, FOTOGRAFIN AUS LEIPZIGKEHRAUS, wiederKEHREIN, KEHRAUSKlaus Groth - Ein Dichterleben
L
Lawine - Leben und Sterben des Werner KoenigLIGURIA LOVESTORYLOG BOOKS: GEORGE SEFERISLux et Umbra
M
''Myschink'' / andi teichmann music video by Philipp GeistMünchner FreiheitMein Herz zerreisstMein Traum, meine Liebe, meine HoffnungMentirasMister & Missis.SippiMorgenstimmungMs. Senior SweetheartMusterdorf mein MusterdorfMY CRETAN LEMON TREE
N
Nachlese mit Vilém und Edith Flusser, Teil 1Nachlese mit Vilém und Edith Flusser, Teil 2Nierenleiden, chronisch // Beatrix Hartmann: Hart im Nehmen.
P
PAINTING (The)Pater nosterPATRISPhoto: Inta Ruka. Portraits of People at Home / Foto: Inta Ruka. Cilvēku portreti savās mājās
R
rauten traurigRegina BluesRESURFACERussenbus
S
''seeblick'' #1''seeblick'' #2Sammeln, ErinnernSauna TangoSchwungrädersmall fishSneaker StoriesSolarTaxiSounds of the Seas - A science detective story.Spielzeug Zauber - Kleine WeltenStärker als die AngstStark ohne Gewalt
T
TaubblindThe Book of LeninsThe BoxThe CrossroadTHE DEADBROTHERS - Death is not the endthe happy tale of the missed auditionThe Keys To ParadiseThe Life and Other Building YardsThe Queen's Courtyard (English Subtitles)THE ROAD TO NODThis Way of Life - Neuseeland so leben wirTintenherz (Trailer)Tote ErnteTrakehnen wieder deutsch?Trickfilm-Fieber - Der Zeichentrick-Pionier Gerhard FieberTRIUMPH OVER TIMETRUPPENSPIELERTräume von Freiheit und GleichheitTschernobyl
U
Uma TrailerUP & DANCINGUtes Lesung Raumzeitlegende
V
Vergessen Sie'sVier helle KöpfeVIER WÄNDE ( Trailer)VOODOO RHYTHM - The Gospel of primitive Rock `n´ Roll
W
Wachsam Tag und NachtWas ist Improvisation?Wasser unterm HammerWasserkrieg in SpanienWelche Farbe hat das Nichts?Wenn die Zahnräder Menschen sind - György Ligeti´s KlavierkonzertWHAT TIME IS IT?Wild, Wild BeachWo ist Erkan Deriduk?Wollis PARADIES Trailer zum Film
Y
Yaptik-HasseYou`re Sexy When You`re Sad / Man pat?k ka meitene skumst
Z
ZeitRaum - 1. Film Kurzfassung (short)ZENSUR, GEFÄNGNIS, FOLTERZOWNIR - RADICAL MANZUG UM ZUG - Budapest 1944Zwielicht
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filmkultur

In einer Kooperation mit dem Projekt ONLINEFILM bieten wir den Mitgliedern der Kulturserver-Netzwerke die Möglichkeit Filme und Clips zu präsentieren. Eine Auswahl zeigen wir in der Videothek des Kulturportals. Alle Filme eines Kulturschaffenden kann man auf seiner Webvistenkarte sehen. Schreiben Sie an redaktion@kulturserver.de um weitere Informationen zu erhalten, wenn Sie Ihre Filme auch hier anbieten möchten.

 

Ich muss dir was sagen
Regie: Martin Nguyen 
Oskar und Leo sind vierjährige Zwillinge. Oskar ist seit seiner Geburt gehörlos, Leo hörend. Die Kinder wachsen gemeinsam mit einer Sprache auf, die in der Stille ihre Entfaltung findet: Gebärdensprache. ICH MUSS DIR WAS SAGEN geht der Frage nach, was die Diagnose "gehörlos" für die hörenden Eltern Sandra und Stefan bedeutet. Sie müssen die Gebärdensprache erst erlernen, um mit Oskar kommunizieren zu können. Leo wächst somit zweisprachig auf.
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Trakehnen wieder deutsch?
Regie: Leslie Franke 
Reps, Bündische Jugend, Wiking Jugend, DVU, Aktion Deutsches Königsberg, Burschenschaften, Deutsche Liga für Volk und Heimat, Deutsche Bürgerinitiative und wie sie alle heißen, sehen in der von Rußland abgetrennten Lage des Kaliningrader Gebiets die einmalige Chance, im Krieg verlorenene „deutsche Erde“ zurückzugewinnen. Jasnaja Poljana, das einstige Trakehnen, ist fest in rechter Hand. Die „Aktion Deutsches Königsberg“ des bekannten rechtsradikalen Verlegers Dietmar Munier baut hier mit deutschen Spendengeldern ein neues „deutsches Dorf“ für Rußlanddeutsche. Sie betreibt eine Baugesellschaft, eine Tischlerei und Schlosserei und ein „Deutsches Hotel“. Wer für Munier arbeitet, verdient ein Mehrfaches dessen, was die auseinanderfallende Sowchose zahlt. Und bevorzugt eingestellt werden rußlanddeutsche Übersiedler aus den ehemaligen mittelasiatischen Sowjetrepubliken. Das Konzept der „Aktion Deutsches Königsberg“ , deutsche Fakten auf „alter deutscher Erde“ zu schaffen, scheint aufzugehen. Im traditionsreichen Trakehnen stellen die Rußlanddeutschen schon über die Hälfte der Einwohner. Und viele von ihnen besuchen die ebenfalls von Munier und anderen bekannten Rechtsradikalen gegründete „Deutsche Schule Trakehnen“. Begeistert verkündet der Verleger, nun könne er in Trakehnen überall wieder deutsch sprechen und sehe akkurat gezogene deutsche Mauern wachsen. Die rechtsradikale Erfolgssory endet in einem Sowchosenstall zwischen tausenden Rindern. Hier erleben wir russischen Volkszorn: Die deutschen Spenden landeten nur bei Rußlanddeutschen, die Russen würden immer ärmer und abhängiger. Aus Angst vor nationalen Unruhen haben die anfänglich sehr gewogenen russischen Behörden Munier nun ein Einreiseverbot erteilt. Und auch die Rußlanddeutschen sind bei genauerem Hinsehen nicht das, was ihre deutschnationalen Gönner von ihnen erträumten. Trotz deutscher Schule reden 99% der Deutschen untereinander nur russisch. Und sie denken auch russisch.Sie haben russische Verwandte,sind tief mit der russichen Kultur verwachsen und nicht zuletzt deshalb im Kaliningrader Gebiet gelandet und nicht weiter nach Deutschland gereist. Selbst der nach russischem Recht als offizieller Grundbesitzer des „deutschen Dorfs“ benötigte „Strohmann“, der rußlanddeutsche Vitalij Holzmann, hat inzwischen von der deutschtümelnden Ideologie der Rechtsradikalen genug . Er kündigte seinen Vertrag mit Munier und erlaubte uns nebenbei tiefe Einbicke in die Aktivitäten der „Aktion deutsches Königsberg“. Die intelligentere Variante rechtsradikaler Germanisierungsstrategien verkörpert der ehemalige NPD-Funktionär Otto. Er kam ursprünglich als Deutschlehrer für Munier nach Trakehnen, hat inzwischen nach eigenen Worten aber dazugelernt und leitet ein ebenfalls mit deutschen Spendengeldern finanziertes Bauunternehmen. Ohne und gegen die Russen gehe in Nordostpreußen momentan nichts, sagt er uns. Es sei sogar gut, daß russische Truppen hier ständen. Schließlich gebe es polnische und litauische Begehrlichkeiten. Wenn immer mehr deutsche Investoren nach Königsberg kämen und zeigten, wie Deutsche wirtschaften, könnten die Russen hier durchaus noch länger ihre Staatsfahne hissen. Ein Großteil der Bevölkerung der Exklave wolle bereits heute lieber früher als später zu Deutschland gehören. Und vielleicht könne man schon im Jahr 2000 hier ein gemeinsames deutsch-russisches Armeecorps stationieren... http://www.kernfilm.de _______________________________________ Eine Produktion der Kern TV im Auftrag des NDR
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DIE WASSERMEISTER
Regie: Franz Fitzke 
In den alten Kulturen und Religionen war die Wertschätzung des Wassers sehr groß. Heute leben wir in einer gesellschaft, die jegliche Beziehung zum Wasser verloren hat: Wasser ist eine Selbstverständlichkeit geworden, Wissenschaft und Technik betrachten es nicht mehr ganzheitlich, sondern nur noch als H2O. Aber auch heute noch reden wir vom Lebenselixier - und sind dennoch überrascht, wenn Wasser zu tanzen beginnt, wenn es auf Schwingungen reagiert. Das wahre Wesen des Wassers kennen nu wenige: Die Wassermeister. Der österreichische Förster Viktor Schauberger gilt als Vater der modernen Wasserforschung. Seine Erkenntnisse fließen und oulsieren wie ein Mäander durch den Film. Die Erkenntnis: wasser ist viel mehr als H2O!
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DIE STUNDENEICHE
Regie: Gerd Kroske 
"Die Stundeneiche" Der Baum ist jedem, der den südlichen Berliner Autobahnring befuhr, vertraut. Seit dem Frühjahr 2004 ist er verschwunden. Abgeholzt. Aus einer weiten Kurve kommend, stand er zuletzt in gerade Linie zu einem Funksendemast. Von hier aus war es damals noch eine Stunde mit dem "Trabbi" bis ins Ost – Berliner Zentrum. Daher ihr Spitzname: die „Stundeneiche“. Mit der Fällung der Eiche entstand die Idee, aus diesem geschichtenträchtigen „Wahrzeichen“ eine Baumskulptur entstehen zu lassen. Franziska Uhl, Künstlerin bearbeitete ein Jahr lang das Holz in ihrem polnischen Atelier auf der anderen Oderseite. Eine beschwerliche und kontemplative Arbeit. Und obwohl es „nur“ um diesen Baum geht, beginnen die Geschichten der Menschen immer dann, wenn sich des Mythos deutscher Eichen erinnert wird. Die Stundeneiche wurde Anfang Mai 2005 auf dem Ludwigsfelder Rathausplatz als Skulptur aufgestellt. Beinahe nackt lassen sich die weichen Konturen zweier Gestalten erkennen. http://www.realistfilm.de
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EINE REISE NACH CUBA
Regie: Peter Kleinert 
Durch Kontakte zu Kollegen der Journalistengewerkschaft in Cuba gelang es der Kölner Film- und Video-Gruppe Ende 1977, als die BRD sich - wie heute wieder - an der von den USA verordneten Blockade der Inselrepublik beteiligte, dort als erstes westdeutsches Filmteam eine Drehgenehmigung zu erhalten. WDR-Redakteur Alexander von Cube sagte für das Projekt zwei Sendeplätze zu. Der zweite Film sollte von Cuba nach Angola führen, wo die Cubaner aufgrund der im eigenen Land gesammelten Erfahrungen eine Alphabetisierungskampagne in der ehemals portugiesischen Kolonie vorbereiteten. Nach einem Spanisch-Intensiv-Kurs begleiteten wir eine der ersten westdeutschen Reisegruppen, deren Teilnehmer durchaus nicht frei von den Vorurteilen waren, die bundesdeutsche Medien seit Jahren über "die Herrschaft Castros" zu verbreiten pfleg(t)en. Sie waren nicht nur überrascht über die Offenheit, mit denen Gespräche mit Zigarren- oder Zuckerrohrarbeitern geführt werden konnten. Auch von der geplanten Reiseroute abweichende Wünsche - beispielsweise von einer Psychoterapeutin, die unbedingt eins der Häuser für psychisch Kranke besichtigen wollte - wurden erfüllt. Noch erstaunter war unser Filmteam: Als wir eines Tages von unserem Hotel in Cienfuegos aus auf der anderen Seite des Meeresarms ein kleines Dorf liegen sahen und mit einer Fähre ohne Begleiter einfach rüberfuhren, lernten wir die Dorfbewohner und diese ihre ersten Europäer kennen. Wir änderten unser, beim Außenministerium hinterlegtes Konzept und beschlossen, einen erheblichen Teil unseres Reisefilms in Castilla de Jagua zu drehen. Mit "unserer" Reisegruppe konnten wir uns auch später wieder treffen. So entstand ein Film, von dem unser Redakteur begeistert war, und den nach seiner Sendung der Unions-nahe Mediendienst "Telecontroll" "Propaganda für den Diktator auf der Roten Insel...auf Kosten der Gebührenzahler" nannte. Fernsehdirektor Heinz Werner Hübner schaute sich den Film an, war derselben Auffassung und untersagte unserem Redakteur, seine Zusage für den zweiten Film einzuhalten. Weil wir - auf 16 mm - für den vereinbarten Alphabetisierungs-Film auf unserer Reise natürlich entsprechend mehr gedreht hatten und einen Monat länger auf der Insel geblieben waren, sind wir durch diesen Programmeingriff des Direktors - ein halbes Jahr nach Gründung des Teams - beinahe pleite gegangen.
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KARIN WIECKHORST, FOTOGRAFIN AUS LEIPZIG
Regie: Peter Kleinert 
Dokumentarisches Porträt einer Künstlerin, die unter dem Motto "Wir sind das Volk" für Veränderung in der DDR demonstrierte und nun etwas ratlos Menschenmassen fotografiert, die "Wir sind ein Volk" brüllen. Ihren Lebensunterhalt verdient die Diplomfotografin seit 1965 im Fotolabor des Leipziger Völkerkundemuseums, 1985 wurde sie Mitglied im Verband bildender Künstler. Sie hatte, neben der Sachfotografie von Exponaten die Fotografie als künstlerisches Medium entdeckt. Im Museum zeigte man Verständnis und genehmigte ihr eine Halbtagsstelle. In der Regel fotografiert Karin Wieckhorst Menschen. "Ich fand es immer wichtig", sagt sie, "daß da vorher eine Beziehung entsteht, daß da ein Raum entsteht, in dem wir uns treffen." Deshalb braucht sie für eine Fotoserie, wie für die über zwei Rollstuhlfahrer, vier Jahre, weiß dann aber auch, "daß da jede Scheu gewichen ist, daß da sogar ein Halbakt im Rollstuhl möglich geworden ist", von dem die Rollstuhlfahrerin Regina Reichert uns sagt:"Ich hab mich natürlich schon vorher im Spiegel gesehen. Aber es jetzt so manifestiert zu haben - also ich war auch erschrocken: Das bist Du...". Karins Freund ist wohl vor Jahren daran zugrunde gegangen, daß die Staatsorgane ihm eine Entfaltung in seinem Beruf versagt hatten. Und sie hätte noch einen zweiten Grund gehabt, "wegzugehen": Das war 1968 bei der Sprengung der Leipziger Uni-Kirche, die sie als engagierte Christin "tief gekränkt" hat. Sie wehrte sich, indem sie die Sprengung heimlich fotografierte: "Ich hab mit der Verbreitung der Fotos meine Wut, meine Empörung anderen mitgeteilt." Ein paar Monate nach der "Wende", für die sie in Leipzig mit demonstriert hat, sieht sie bestürzt, "daß wir, die mit den wilden Gärten, wieder als Störenfriede gelten, während die mit kurzgeschorenen Rasen heute wie früher mit den HERRschenden Verhältnissen zufrieden sind." Siehe auch die WDR-Reportage: Euthanasie - Proteste gegen Peter Singer und den Film "Rollstuhlfahrer". Die BILD-Zeitung und andere Blätter aus dem Springer-Verlag veröffentlichten Karin Wieckhorsts Fotos von der Zerstörung der Uni-Kirche, ohne ihren Namen zu nennen und ohne sie zu fragen oder dafür zu bezahlen. Der Verlag mußte für diesen Verstoß gegen das Urhebergesetz Schadensersatz leisten. Der "Kölner Stadt-Anzeiger" schreibt: Einen "Blick hinter die Leinwand" gewährt die KAOS Galerie mit ihrer Ausstellung "Begegnungen in Ateliers, 1986-1989". Großformatige Schwarzweiß-Fotografien der Leipzigerin Karin Wieckhorst zeigen neben Angela Hampel und Klaus Killisch 16 weitere DDR-Künstler an ihrem Wirkungsort. Mit scharfer, nie beschönigender Linse hält die Fotografin die Maler und Bildhauer fest. Diese Selbstdarstellung im Atelier wird um Porträtfotos erweitert, die Karin Wieckhorst den Künstlern zur weiteren Gestaltung zur Verfügung stellte... Das Ergebnis ist in seiner Vielfalt verblüffend. Lyrische Farbmalerei von Gerd Sonntag und figurative Kolorierungen Otto Möhwalds stehen abstrakten Verfremdungen der Künstler Klaus Hähner-Springmühl und Max Uhlig gegenüber. Hartwig Ebersbach aus Leipzig umgibt sich in seinem Atelier mit riesigen Leinwänden, der Raum als solcher ist nicht mehr erkennbar. Ebenso verschwindet sein Porträt unter der aufgetragenen Farbe... Günter Dünkel in der "UZ" schreibt: So verschieden die künstlerischen Handschriften der vorgestellten Malerinnen und Maler aus der DDR sein mögen - eines ist ihnen allen gemeinsam: Etwas Anarchisches, Subversives, Grenzüberschreitendes; und das ist nun einmal ein konstitutives Element jeder Kunst, die sich der Wahrhaftigkeit, dem Experiment und der Erregung aller Nerven und Sinne verschrieben hat.
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Heimatkunde - Eine Expedition in die Zone mit Martin Sonneborn
Regie: Susanne Müller 
Former "Titanic" satire magazine editor Martin Sonneborn takes an undercover trip around Berlin and discovers the East-German mentality and what is left of the socialist German Democratic Republic.
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Photo: Inta Ruka. Portraits of People at Home / Foto: Inta Ruka. Cilvēku portreti savās mājās
Regie: Arvids Krievs 
Inta Ruka is a photographer well - known in Latvia. She was one of two Latvian photographers invited to take part at the international Stockholm project for photography Under/Exposed on the eve of 1999. The biennial in Venice, the recent exhibition at Riga Gallery… But on weekends and summer holidays Inta, as usual, will travel to farmsteads at the remote parts of Latvia or walk through the suburbs of Riga taking pictures of her country people. "I started to make my photo series, "My Country People", in 1983. The theme of my photographic researches is the region my parents lived - Balvi district. I am interested mainly in portraying country people in their natural environment with their familiar things around, feeling safe and comfortable," says Inta Ruka. As to the photographer herself, in spite of the international success of the recent years she has been working as an office-cleaner at the Embassy of Sweden for nine years and the ambassador allows her to devote one day a week for photo. Inta is not a Bohemian type. Her family has always been quite poor. Her mother could not find a job for a long time after returning from the deportation in Siberia - she worked as a janitor, later as an office-cleaner. The father died in his young years leaving Inta living with her mother in their small, one-room janitor’s flat. After finishing a vocational school Inta worked as a tailor at later - as a laboratory assistant at the institution of a hospital where she had the possibility to develop her pictures once a week. This will not be a portrait in film of the photographer Inta Ruka. Inta will rather be the co-author of a film about people taken in her pictures, their life and destinies after the years of the Communist rule, about the attempts of these marginal folks to try to find (or not) their place in the newly-formed post-totalitarian society requiring the freedom of personality and defending one’s individuality. Inta is doing a lot of talking to the people she is taking in her the pictures, as Latgalians are talkative. To find a common language she has to give them a hand at work as well as drink some of their strong homemade beer. In the course of conversation a person is asked for a permission to have his or her picture taken. In order to do that one should sit still but talking to Inta is so interesting and everyone feels so free that it succeeds. Inta says she can make a photo only of a person sitting, standing or laying still. Besides only the natural circumstances and lighting (!) makes one feel free. Inta takes photos with an old camera on a stand, looking in her camera from the top. Her first camera, the Soviet Zorkij, was a present from the mother in the 70s when Inta finished school. The second one, 1936’s Rolleiflex, was bought in 80s for the money mother saved for her funeral. In 1999 Inta buys her a new one - this time it is Rolleiflex, made in 1950s. It is important to add that Inta is taking only black-and-white pictures. Inta Ruka’s portraits are an attempt to reveal people in the world and to reveal the world in people. It is also an attempt to approach the most important and eternal questions. The Structure of the Film. The material shot by us will be arranged in eight stories, each from five to seven minutes long, each following some unusual destiny of one family or a person from birth till death… Inta’s portraits in photos as well as their own comments will unite these life stories. There could appear interesting compatibility or, just vice versa, incompatibility among the possible manner of event reports, color film shots, editing of the black-and-white still photos, as well as all the possible kinds of the original sound in the filmic parts and the contrasting sound score in the episodes with still photos. This possibility of contrasts not only in the contents but also in form will help to keep up the constant interest of the audience. Optimism, humor, irony and self-irony, blending of paradoxes characteristic to Inta herself will provide for the prevailing atmosphere and style of the film. Inta, her life story and her commentaries upon the fates of people, revealed gradually, will be the leading story line of the film pulling the plot together and bringing it from the beginning to the end.
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ATEMZUG
Regie: Hanne Kaisik & Gösta Courkamp 
For our film “BREATH” choreographer Toula Limnaios created a 25-minute TV-version of her original 1¼ hour piece “NOTHING. I am there while I won’t be there”, which was award-winnig and acclaimed by the press. Not only was the choreography redesigned in adjustment to cinematic points of view, but also the music, by high ranking composer Ralf Ollertz (about whom we will talk elsewhere), the light design by Klaus Dust, the videos by cyan and so on.... After a three week period of rehearsals in theater “Hebbel-am-Ufer” (formerly called “Theater am Halleschen Ufer”) in Berlin, inpetto film production shot the new version of the choreography in which the dynamic Toula Limnaios, as opposed to the original version, danced herself and gave the piece a mind blowing extra drive. Inspired by Samuel Beckett's "Texts about nothing" a balanced classical choreography with dance-like qualities emerged. Toula Limnaios, “poet of inner conditions", managed to orchestrate the changes magnificently: giving special importance to individual dance performances and showing the dynamics of the whole group at its best. She lets figurative transitions merge from abstract and austere to moving and intimate. "BREATH" is the first dance film produced by inpetto film production. We did not want to make our own film by shortening an existing choreography, but instead we really wanted the choreography, music, light and video design to work together to show the inner beauty of the whole thing on a screen The result is not just a documentary about ‘what once was’ but a film that speaks the language of dance.
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AKINI Trinidad Karneval Moko Jumbies Soca Calypso Tobago
Regie: Harald Rumpf 
Für Akini sind seine Stelzen die Welt. Der 13jährige Junge im Armenviertel Cocorite auf Trinidad trainiert täglich in luftiger Höhe und läßt den rauen Alltag hinter – oder unter sich. An Karneval schweben die Stelzenläufer, die „Moko Jumbies“, prächtig kostümiert durch die Strassen. Akini ist einer von ihnen. Dieses Jahr soll er seinen großen Auftritt haben.
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