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Industriekultur in NRW
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Filmliste
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66 Seasons
A
Adire - Indigo Textiles amongst the YorubaAids Aufklärungs Spot KurzfassungAKINI Trinidad Karneval Moko Jumbies Soca Calypso TobagoAlexander / AleksandrsAlte Reklame - Die schönsten Emailschilder und WerbefigurenAltenheimAmphitryon (Trailer)ANOTHER GLORIOUS DAY/ TrailerAntonia lässt sich Ohrlöcher schiessen (Antonia gets her ears pierced)ASIA MINOR OVER AGAINATEMZUGATHENEAuf der Suche nach noch nie gehörten Klängen
B
Bad Bill - The GatheringBahn unterm HammerBallspielBANQUET OF THE DEAD (The)Berlin Kulturforum Time Fades video installation by Philipp GeistBIRTHDAY PARTYBorn To FlyBucharest Fleeting Figures video installation by Philipp GeistBörsenbahn gestoppt?
C
CAPE TALENT / CAPE TALKChildren of Their Own Land / Savas zemes bērniCOOBER PEDY: WHITE MAN IN THE HOLEcube Pusher
D
D.S. Baldajev - Zeichner des GULagDas blaue Gold im Garten EdenDas kann's noch nicht gewesen sein...Das klingende Sonntagsrätsel - von Hans Rosenthal zu Christian BienertDas Tabu der FreiheitDas Vermächtnis des Jens KlipperDAVID GEGEN GOLIATHDavid Lynchs Dumbland / Does That Hurt You?Dein Kuss von göttlicher Natur - Vision eines FilmprojektesDer A-380Der Agrar RebellDER BOXPRINZDer eiserne BulldogDer Heinz vom FilmDER JUNGE DER VOM HIMMEL FIELDer Mesner und die DreigroschenoperDer StörenfriedDer Tod des Pero RadakovicDER TOD IST EIN WUNDERBARES ERLEBNISDeutscher VerkehrDie Auschwitz-Dialoge (Polen/Deutschland)DIE ENDLOSE QUELLE: SOLARENERGIEDie KandidatinDIE KARAWANE DER TUWINERDie Kinder des Cirque BouffonDie Kunst der FugeDie Kunst der Verführung - Das Akkordeon von Teodoro AnzellottiDie Leiden des jungen Werthers (Trailer)DIE NEUE POWER - Erneuerbare Energien in EuropaDie PARTEI mit Martin SonnebornDie PassionDIE STUNDENEICHEDIE WASSERMEISTERDie Zeit in meinen AugenDiktatoren in GundelfingenDomenicaDu bist mein Afrika
E
EARTHQUAKEEINE REISE NACH CUBAEINE TUWINISCHE REISEErna Weißenborn - Eine Frau schreibt ihren WegEu cand vreau sa fluier, fluiereXtaze - das eXperiment mit dem Glück
F
FIGHTING THE FIRESFilm About Films / Filma par filmāmFinn & TomFräulein Stinnes: Mit dem Auto um die Welt 1927-29Frank Ned & Busy LizzieFreiheit in die Welt
G
GALERAGEDANKEN WIE ZÜNDSTOFFGERMAN SOLDIERS IN ATHENS (8mm mute)Gewürzpredigt für Pfeffersäcke, Performance von Lili Fischer in St. Petri zu LübeckGIFTIG, ÄTZEND, EXPLOSIV!GOD IS NO SOPRANOGREEN LINESGrüne Türen in HetzeldorfGünter Wallraff - Ganz Unten
H
Hamlet - This Is Your FamilyHauptsache gemütlich - Deutsche WohnzimmerHeimatkunde - Eine Expedition in die Zone mit Martin SonnebornHeimliche BlickeHelmut Lachenmann und Wolfgang Rihm im Gespräch (10 Jahre später)HERCULES, ACHELOOS AND MY GRANNYHere We ComeHEUTE MINISTER, MORGEN BANKIERHinter diesen MauernHipHop-A Tale From The HoodHITLERS OstwallHOUSE OF CAIN (The)Hubert Burda - Zwischen Rebellion und PflichtHUNGERSTREIK IN DUISBURGHÖLLE IM BERG
I
''IM GRUNDE BIN ICH EIN AUS LAUTER ZWEIFELN BESTEHENDER GLÄUBIGER MENSCH''Ich bin kein wildes Mädchen mehrIch muss dir was sagenIhn gibt's nur einmal - Artur BraunerINS HERZ DER ZUKUNFT
J
James Krüss oder Die Suche nach den glücklichen InselnJohn Heartfield FotomonteurJonusas - Himmel und Hölle sind meinJordi Savall - Die Stimmen der GambeJordi Savall Familie & Freunde in concert
K
Kabale und LiebeKalinovski SquareKARIN WIECKHORST, FOTOGRAFIN AUS LEIPZIGKEHRAUS, wiederKEHREIN, KEHRAUSKlaus Groth - Ein Dichterleben
L
Lawine - Leben und Sterben des Werner KoenigLIGURIA LOVESTORYLOG BOOKS: GEORGE SEFERISLux et Umbra
M
''Myschink'' / andi teichmann music video by Philipp GeistMünchner FreiheitMein Herz zerreisstMein Traum, meine Liebe, meine HoffnungMentirasMister & Missis.SippiMorgenstimmungMs. Senior SweetheartMusterdorf mein MusterdorfMY CRETAN LEMON TREE
N
Nachlese mit Vilém und Edith Flusser, Teil 1Nachlese mit Vilém und Edith Flusser, Teil 2Nierenleiden, chronisch // Beatrix Hartmann: Hart im Nehmen.
P
PAINTING (The)Pater nosterPATRISPhoto: Inta Ruka. Portraits of People at Home / Foto: Inta Ruka. Cilvēku portreti savās mājās
R
rauten traurigRegina BluesRESURFACERussenbus
S
''seeblick'' #1''seeblick'' #2Sammeln, ErinnernSauna TangoSchwungrädersmall fishSneaker StoriesSolarTaxiSounds of the Seas - A science detective story.Spielzeug Zauber - Kleine WeltenStärker als die AngstStark ohne Gewalt
T
TaubblindThe Book of LeninsThe BoxThe CrossroadTHE DEADBROTHERS - Death is not the endthe happy tale of the missed auditionThe Keys To ParadiseThe Life and Other Building YardsThe Queen's Courtyard (English Subtitles)THE ROAD TO NODThis Way of Life - Neuseeland so leben wirTintenherz (Trailer)Tote ErnteTrakehnen wieder deutsch?Trickfilm-Fieber - Der Zeichentrick-Pionier Gerhard FieberTRIUMPH OVER TIMETRUPPENSPIELERTräume von Freiheit und GleichheitTschernobyl
U
Uma TrailerUP & DANCINGUtes Lesung Raumzeitlegende
V
Vergessen Sie'sVier helle KöpfeVIER WÄNDE ( Trailer)VOODOO RHYTHM - The Gospel of primitive Rock `n´ Roll
W
Wachsam Tag und NachtWas ist Improvisation?Wasser unterm HammerWasserkrieg in SpanienWelche Farbe hat das Nichts?Wenn die Zahnräder Menschen sind - György Ligeti´s KlavierkonzertWHAT TIME IS IT?Wild, Wild BeachWo ist Erkan Deriduk?Wollis PARADIES Trailer zum Film
Y
Yaptik-HasseYou`re Sexy When You`re Sad / Man pat?k ka meitene skumst
Z
ZeitRaum - 1. Film Kurzfassung (short)ZENSUR, GEFÄNGNIS, FOLTERZOWNIR - RADICAL MANZUG UM ZUG - Budapest 1944Zwielicht
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filmkultur

In einer Kooperation mit dem Projekt ONLINEFILM bieten wir den Mitgliedern der Kulturserver-Netzwerke die Möglichkeit Filme und Clips zu präsentieren. Eine Auswahl zeigen wir in der Videothek des Kulturportals. Alle Filme eines Kulturschaffenden kann man auf seiner Webvistenkarte sehen. Schreiben Sie an redaktion@kulturserver.de um weitere Informationen zu erhalten, wenn Sie Ihre Filme auch hier anbieten möchten.

 

Hinter diesen Mauern
Regie: Jule Burjes, Heike Kleffner 
Am 17. August 1995 sollte im US-Bundesstaat Pennsylvania der afroamerikanische Journalist Mumia Abu-Jamal hingerichtet werden. Sein Fall - einer von fast 3ooo Todeskandidaten in den USA - erregte internationale Aufmerksamkeit. Wir wollten durch einen Film die Solidaritätsbewegung in Deutschland verstärken. Die Drehgenehmigung wurde abgelehnt, doch der Hinrichtungsbefehl wurde zehn Tage vor dem Termin ausgesetzt. Danach bekamen wir endlich die Dreherlaubnis in Philadelphia. Mumia Abu-Jamal, der schon als 15jähriger in der Black Panther Party aktiv und seit Anfang der 7oer Jahre für seine engagierte Radioberichterstattung bekannt war, wurde 1982 in einem skandalös unfairen Prozeß zum Tode verurteilt, weil er angeblich einen Polizisten ermordet hatte. Unser Film dokumentiert durch ein Interview mit Abu-Jamal, durch Gespräche mit Weggefährten, Familienangehörigen, Prozeßbeteiligten und durch Archivmaterial wesentliche Teile seiner Biografie, den Prozeßverlauf und den langen Kampf um ein Wiederaufnahmeverfahren - die einzige Möglichkeit, dem Tod durch die Giftspritze zu entgehen. Staatsanwalt Joseph Mc Gill bleibt im Film bei seiner wahrheitswidrigen Version des Tathergangs, mit der er 14 Jahre zuvor im Prozeß eine überwiegend weiße Jury zum Schuldspruch bewegt hatte. Rechtsanwalt Len Weinglass nennt die Fakten und Zeugenaussagen, die schon 1982 Mumias Unschuld bewiesen hätten, wären sie damals Prozeßgegenstand gewesen. Zu Wort kommen u.a. auch der Präsident der rechtsradikalen Polizeigewerkschaft "Fraternal Order of Police", die eine "elektrische Couch für Abu-Jamal und seine Unterstützer" gefordert hatte, und der Vorsitzende der "Gewerkschaft Schwarzer Polizisten", der von Abu-Jamals Unschuld überzeugt ist, der Schauspieler Ossie Davis, das MOVE-Mitglied Pam Africa aus der Solidaritätsbewegung, Lydia Wallace, Abu-Jamals Schwester und sein Sohn Jamal Ibu-Mumia. Bis zum Jahr 2000 erhielten wir im deutschen Fernsehen keinen Sendeplatz für den Film. Die deutsche Fassung, dazu je eine englische, französische und spanische liefen auf internationalen Festivals und Veranstaltungen und im Stadtfernsehen von New York. Pressetexte zu Fernsehfilmen befassen sich in der Regel mit denselben. Kurz vor oder nach der Sendung. Sie kritisieren oder loben. Das hängt vom Geschmack und von der politischen Haltung des Journalisten ab. Der "Süddeutschen Zeitung" ist es in ihrer Wochenendbeilage vom 16./17. März 1995, kurz vor einem wieder einmal angesetzten Hinrichtungstermin, gelungen, mit einem Artikel über die "Solidaritäter" in Sachen Mumia Abu-Jamal eine bereits in Aussicht gestellte Sendung in der WDR-Auslandsredaktion zu verhindern. SZ-Autor Burkhard Müller-Ulrich nannte den Prozeß "rechtsstaatlich", wußte von einem angeblichen Geständnis Mumias ("I shot the motherfucker and hope he dies."), unterschlug die zu diesem Zeitpunkt bekannten Entlastungszeugen Mumias, die Polizei und Staatsanwaltschaft entweder vor dem Prozeß unter Druck gesetzt oder an der Prozeßteilnahme gehindert hatten. Menschen, die sich für einen neuen, fairen Prozeß einsetzten, nannten er und die SZ in der Überschrift "Solidaritäter". Bevor dieser Artikel erschien, waren wir in - zunächst positiv aussehenden - Verhandlungen mit den Kollegen im WDR. Danach wurde - unter Hinweis auf die SZ - entschieden: Diesen Film werden wir nicht senden. Versuche, die angeblichen Beweise aus der SZ in einem Gespräch mit der Redaktion oder vor dem Redaktionsausschuß zu widerlegen, wurden abgeblockt. Wir haben den Film auf eigene Kosten gemacht und in Solidaritätsveranstaltungen gezeigt. Anfang 2000 rief uns eine Redakteurin von 3sat an. Sie habe den Film in Frankfurt gesehen und würde ihn gern senden. Die FAZ vom 18.3.2000 kündigte die 3sat- Sendung an: "Der Film "Hinter diesen Mauern" kritisiert den Prozeß von damals, bei dem, wie der Strafverteidiger Leonard Weinglass sagt, Zeugen bestochen und andere gar nicht zur Aussage gebeten worden seien. Damit stehen die Dokumentaristen Jule Buerjes und Heike Klaffner in einer Reihe mit internationalen Schauspielern, Autoren und Intellektuellen, etwa Jacques Derrida, die bereits gegen das Verfahren protestiert haben und damit schließlich Abu-Jamals Hinrichtung im August 1995 verhindert haben. Es scheint, angesichts der Unglaubwürdigkeiten und Lücken im Prozeß, auf die die Dokumentation hinweist, kaum möglich, daß das Urteil doch noch vollstreckt wird." In der FR vom 18.3.2000 hieß es u.a.: "Kleffner und Buerjes haben einen brisanten Dokumentarfilm gedreht, in dem sie die Polizei- und Justizmethoden beleuchten, die Abu-Jamal in die Todeszelle brachten... Der Report ordnet Abu-Jamals Lebensgeschichte in die Zeitgeschichte ein und zeigt die Wut der schwarzen Befreiungsbewegung über einen korrupten und rassistischen Polizeiapparat, der 1981 als "Schlägerbande mit Weltklasseformat" Schlagzeilen machte... Voraussichtlich wird Abu-Jamals Fall im Mai auf Bundesgerichtsebene verhandelt." Heute, acht Jahre später, wartet Mumia Abu Jamal – nach mehreren gescheiterten Versuchen seiner Anwälte, ein Wiederaufnahmeverfahren durchzusetzen – noch immer in der Todeszelle auf eine positive Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA. Weitere Informationen unter http://www.nrhz.de Nummer 127 vom 2.1.2008, sowie unter http://www.mumia.de http://www.freiheitfuermumia.de
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EINE REISE NACH CUBA
Regie: Peter Kleinert 
Durch Kontakte zu Kollegen der Journalistengewerkschaft in Cuba gelang es der Kölner Film- und Video-Gruppe Ende 1977, als die BRD sich - wie heute wieder - an der von den USA verordneten Blockade der Inselrepublik beteiligte, dort als erstes westdeutsches Filmteam eine Drehgenehmigung zu erhalten. WDR-Redakteur Alexander von Cube sagte für das Projekt zwei Sendeplätze zu. Der zweite Film sollte von Cuba nach Angola führen, wo die Cubaner aufgrund der im eigenen Land gesammelten Erfahrungen eine Alphabetisierungskampagne in der ehemals portugiesischen Kolonie vorbereiteten. Nach einem Spanisch-Intensiv-Kurs begleiteten wir eine der ersten westdeutschen Reisegruppen, deren Teilnehmer durchaus nicht frei von den Vorurteilen waren, die bundesdeutsche Medien seit Jahren über "die Herrschaft Castros" zu verbreiten pfleg(t)en. Sie waren nicht nur überrascht über die Offenheit, mit denen Gespräche mit Zigarren- oder Zuckerrohrarbeitern geführt werden konnten. Auch von der geplanten Reiseroute abweichende Wünsche - beispielsweise von einer Psychoterapeutin, die unbedingt eins der Häuser für psychisch Kranke besichtigen wollte - wurden erfüllt. Noch erstaunter war unser Filmteam: Als wir eines Tages von unserem Hotel in Cienfuegos aus auf der anderen Seite des Meeresarms ein kleines Dorf liegen sahen und mit einer Fähre ohne Begleiter einfach rüberfuhren, lernten wir die Dorfbewohner und diese ihre ersten Europäer kennen. Wir änderten unser, beim Außenministerium hinterlegtes Konzept und beschlossen, einen erheblichen Teil unseres Reisefilms in Castilla de Jagua zu drehen. Mit "unserer" Reisegruppe konnten wir uns auch später wieder treffen. So entstand ein Film, von dem unser Redakteur begeistert war, und den nach seiner Sendung der Unions-nahe Mediendienst "Telecontroll" "Propaganda für den Diktator auf der Roten Insel...auf Kosten der Gebührenzahler" nannte. Fernsehdirektor Heinz Werner Hübner schaute sich den Film an, war derselben Auffassung und untersagte unserem Redakteur, seine Zusage für den zweiten Film einzuhalten. Weil wir - auf 16 mm - für den vereinbarten Alphabetisierungs-Film auf unserer Reise natürlich entsprechend mehr gedreht hatten und einen Monat länger auf der Insel geblieben waren, sind wir durch diesen Programmeingriff des Direktors - ein halbes Jahr nach Gründung des Teams - beinahe pleite gegangen.
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''Myschink'' / andi teichmann music video by Philipp Geist
Regie: Philipp Geist 
"Myschink" / andi teichmann music video by Philipp Geist Music: Andi Teichmann www.fest-platten.de Music Video:Philipp Geist www.videogeist.de
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Diktatoren in Gundelfingen
Regie: Thomas Frickel 
Zwischen Kohlköpfen und Salat gedeiht in dem bayrischen Städtchen an der Donau sein einiger Zeit eine neue Form deutscher Vorgarten-Kultur: Josef Kurz hat abgefangen, Monumental-Statuen abgehalfterter Ostblock-Heroen zu sammeln. Im Jahr 1992 irritierte er die örtlichen Behörden damit, dass er ein Stalin-Denkmal aus Böhmen auf seinem Firmengelände stellte, doch spätesten seit der ein 120 Tonnen schweres Granit-Ensemble von Thälmann, Breitscheid und Lenin vor dem Dresdner Hauptbahnhof demontierte und bei sich aufstellte, wundert man sich in Gundelfingen über gar nichts mehr. Inzwischen hat Josef Kurz für seine Sammlung internationale Anerkennung gefunden. Nur seine Frau hat ihren hinhaltenden Widerstand gegen Stalin, Lenin, Thälmann und Karl Marx noch nicht ganz aufgegeben ...
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Münchner Freiheit
Regie: Harald Rumpf 
Münchner Freiheit - das sind Beobachtungen, Skizzen und Szenen aus dem Leben von sechs Menschen, die auf der Straße leben, festgehalten über einen Zeitraum von zwölf Jahren. Sie handeln vom Altwerden auf der Straße, von einer Liebesbeziehung, von medizinischer Selbstversorgung, von Freundschaften und Zweckbündnissen, von verquerem Humor und, trotz aller Unbill, einem ungeheuren Lebenswillen. Ich wollte kein Einzelporträt schaffen, sondern die Lebenslinien mehrerer Personen aus dem Obdachlosenmilieu zu einem größeren Gebilde zusammenfügen. So sind auch die Protagonisten nicht einfach nur Obdachlose und Alkoholiker, sondern Menschen mit Vergangenheit, die Fähigkeiten besitzen oder besaßen und auch einmal Träume hatten von einem anderen Leben. Die filmische Methode ist die des direct cinema, d.h. der Regisseur war im Alltag der Protagonisten anwesend und versuchte, sowenig wie möglich einzugreifen, um eine direkte, unmittelbare Anschauung aus dem Alltag zu bekommen. Kaleidoskopartig formt sich aus den Einzelszenen und individuellen Schicksalen das umfassende Bild von der Existenz auf der Straße. Epilog zu Münchner Freiheit Alles wird zur Erinnerung. Sehen wir gerade noch Güni, Steffi, Stalin und James lebendig vor uns, wenn auch gesundheitlich angeschlagen, wird die weitere Begleitung mit den Protagonisten zu einem Requiem. Stalins Mutter besucht heute fast täglich das Grab ihres Sohnes Peter (Stalin), der im April 2001 an Krebs gestorben ist. Sie räsoniert noch einmal über das Leben ihres Sohnes, der lange musterhaft gelebt hat und ein ambitionierter Bergsteiger war. Wir können Ausschnitte vom 16 mm Farbmaterial sehen, das Stalin bei der Besteigung des Mont Blancs 1975 drehte. Eine Expedition, die für seinen besten Freund tödlich endete, für ihn selbst mit starken Erfrierungen. Erfahrungen, die womöglich auch Einfluss auf sein weiteres Leben hatten. Güni war das größte Erlebnis bis zu seinem Tod, ebenfalls in 2001, die Wiederbegegnung mit seiner Schwester Gisela, die 28 Jahre zuvor einen amerikanischen Soldaten heiratete und nach Amerika verschwand. Durch ihre Erinnerungen und Bilder lernen wir Güni aus einer anderen Perspektive kennen. Anfang zwanzig, immer in den schönsten Klamotten, mit Haartolle und spitzen Schuhen. Ein Typ für den Mädchen schwärmen. Wir begleiten Güni ein wenig auf den verschiedenen Stationen bis zu seinem Tod. Nur wenige Wochen vor Stalin ist Güni gestorben. Ebenfalls an Krebs. Steffi ist kurz nach Stalin gestorben. James lebt als Einziger aus dem Kreis der Protagonisten.
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Stärker als die Angst
Regie: Ulrike Westermann 
Jugendliche, fast noch Kinder, die ihr Leben riskieren, um der Perspektivlosigkeit in ihren Heimatländern zu entkommen, werden bei uns „Wirtschaftsflüchtling“ geschimpft. Der Film verleiht diesem Wort ein Gesicht und eine Geschichte und rückt den Menschen wieder in den Vordergrund. Dieser Mensch war 15 Jahre alt, kam aus Kamerun und hieß Solomon. Er sollte die ihm zugedachte Rolle in der Familie einnehmen und wollte doch nur frei und unabhängig sein. Im Fahrwerkschacht eines Flugzeuges enden seine Träume von einem anderen Leben. Als die Maschine im Landeanflug das Fahrwerk ausklappt, stürzt Solomons Leichnam herab auf einen deutschen Acker. So beginnt der 1.Teil des Films mit dem letzten Kapitel aus Solomons Geschichte. Der Junge der vom Himmel fiel, wird in dem kleinen Ort Lauchringen post mortem adoptiert. Er wird feierlich bestattet und erhält einen Grabstein aus Granit, in den Afrika eingraviert und Kamerun gekennzeichnet ist. Immer wieder liegen Blumen auf seinem Grab, der Pfarrer sagt, man habe ihm ein Stück Heimat gegeben. Er denkt aber auch, dass nicht jeder im Ort begeistert gewesen wäre, wäre Solomon lebend zu ihnen gekommen. Ich nehme Euch als meine Eltern heißt der 2. Teil des Films, die französische Geschichte. 4 Monate vor seinem Tod wurde Solomon auf dem Rollfeld des Pariser Flughafen Charles de Gaulle aufgegriffen und erzählte die unglaubliche Geschichte, er sei im Fahrgestellschacht eines Flugzeuges gereist. Solomons Pflegemutter lobt ihn als einen braven Jungen, der nicht so raubeinig war wie die anderen und der Sozialfürsorger bedauert, dass Solomon eines Tages beschloss, wieder nach Kamerun zurückzukehren. Ein Brief Solomons aus dieser Zeit. klingt unversöhnlich und einsam, gegen wen er sich richtete, bleibt sein Geheimnis. Der verlorene Sohn ist Solomon im 3. Kapitel, bei seiner Familie in Bamenda-Kamerun. Die Menschen, die mit ihm lebten, erzählen mit großer Offenheit seine Geschichte, aber auch ihre Erwartungen, Bewertungen und ihre Moral. Sie entwerfen ein widersprüchliches Bild des Jungen und wir erhalten sehr persönliche Innenansichten einer afrikanischen Familie. Diese lassen ahnen, welcher Druck auf der jungen afrikanischen Generation lastet, die einerseits die soziale Hoffnung und Perspektive der Familien ist und andererseits von einem Leben als freies Individuum nach westlichem Vorbild träumt.
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SolarTaxi
Regie: Erik Schmitt 
What began as a childhood dream is now an epic 18-month adventure that spans the globe. More than a few have embarked on an ‘around the world’ adventure; some have even completed it, but no one has ever done so powered exclusively by the sun. Meet Louis Palmer and his home-made “Solartaxi”. Full of surprises and apparently insurmountable obstacles, his journey begins in the summer of 2007. Along the way, Louis and his Solartaxi meet princes, movie stars, politicians and scientists, but most importantly,he encounters ordinary people, showing them: Solar energy is functional, efficient, and most importantly, reliable. A car with zero emission is not a dream. This film is proof. The first entirely green road movie. More information on: http://www.solartaxi-themovie.com/
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Bad Bill - The Gathering
Regie: Christian Schlierkamp 
Bad Bill, gesucht im ganzen wilden Westen fordert seinen Erzfeind den Scheriff Good Ted zum Duell. Ein Strichmännchen-Italo-Western-Drama mit tumble wheel. Eine Trickfilmproduktion des Trickstudio Lutterbeck
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Der Störenfried
Regie: Thomas Frickel 
Am 18. August 1976 beendet die spektakuläre Selbstverbrennung des evangelischen Pastors Oskar Brüsewitz eine jahrelange Kraftprobe. Gegen den Widerstand der örtlichen DDR-Gewaltigen hat der streitbare Pastor mit List und Humor versucht, den staatlich zugewiesenen Freiraum seiner Kirche zu erweitern. In vielem erinnert die Geschichte an die Provinzposse um Don Camillo und Peppone. Aber auf preußisch. Und mit tödlichem Ausgang. Schwer zu sagen, was letztlich auslösender Faktor dieses in der christlichen Kirchengeschichte bis dahin einzigartigen Freitodes gewesen ist. Eines aber hat neben einer stasi-gelenkten Zersetzungskampagne sicher eine Rolle gespielt: dass ihm seine Gemeinde auf seinem kompromisslosen Weg nicht folgen mochte. Unser Dokumentarfilm "Der Störenfried - Ermittelungen zu Oskar Brüsewitz" versucht, die Entwickelung des Konfliktes um Pfarrer Brüsewitz nachzuzeichnen. Er bleibt in der Landschaft, die seinen Wirkungsrahmen prägte. Es werden weder Schuldige gesucht noch werden Vorwürfe erhoben: Im Widerstreit der Meinungen formt sich das Bild eines unbequemen Mahners, der sich nicht in den Konformismus der DDR-Gesellschaft fügen wollte, der mit seinem Handeln Fragezeichen hinter die verspießte Normalität des DDR-Alltags setzte und der dadurch bis heute eine Provokation für all jene darstellt, die den bequemeren Weg gehen wollten. Das Fanal des Oskar Brüsewitz hat nicht nur die Staats- und Parteiführung bis in die höchsten Ebenen hinein verunsichert, - auch als Anfrage an Kirche und Gesellschaft hat es nachhaltige Wirkungen gezeigt. Und es blieb in seiner Bedeutung nicht allein auf die frühere DDR beschränkt, wo sich Diskussionen bis in jüngste Zeit zwischen den gegensätzlichen Positionen "Stolpe" und "Brüsewitz" bewegen. Sein einsamer Kampf ist auf viele Menschen übertragbar, die - in welcher Gesellschaft auch immer - versuchen, gegen den Strom zu schwimmen. Dieser Film ist auch auf DVD erhältlich. Bitte wenden Sie sich an den Regisseur, [Thomas Frickel]http://onlinefilm.org/de_DE/community/8421
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Die PARTEI mit Martin Sonneborn
Regie: Andreas Coerper 
In August 2004, Sonneborn founded the satirical political party Die PARTEI, one of whose aims is to rebuild the Berlin Wall in Germany. He has been its chairman since 2004 and was top candidate in Berlin state election, 2011. Along with directors Susanne Müller and Andreas Coerper, Sonneborn filmed a documentary about the party's development and activities from foundation until 2009.
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