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Industriekultur in NRW
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VERANSTALTUNGEN

Samstag, 02.10.2021 | 18:00 Uhr | Hamburg
Kinder/Jugend


© 2021 / Sinje Hasheider

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© 2021 / Sinje Hasheider

© 2021 / Sinje Hasheider

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Making of Sophie Scholl 13+
2G mit Abstand
Werkinfo
von Stanislava Jević und Klaus Schumacher mit dem Ensemble
Regie: Klaus Schumacher

Jara Bihler Es spielen:
Hermann Book Es spielen:
Danai Chatzipetrou Es spielen:
Severin Mauchle Es spielen:
Christine Ochsenhofer Es spielen:
Alicja Rosinski Es spielen:
Riccarda Russo Es spielen:
Jürgen Salzmann Es spielen:
Nico-Alexander Wilhelm Es spielen:
Klaus Schumacher Regie:
Katrin Plötzky Ausstattung:
Tobias Vethake Komposition und Live-Musik:
Jürgen Salzmann Video:
Beschreibung
Sophie Scholl ist eine der bekanntesten Persönlichkeiten der deutschen Geschichte. Ihr unbedingtes Einstehen für Menschenwürde und ihr mutiger Kampf gegen das Vernichtungsregime der Nazis haben sie zu einer Ikone werden lassen, deren Geschichte in unzähligen Büchern, Filmen und Theaterstücken immer wieder aufs Neue erzählt wird. Mit Bewunderung schauen wir auf einen Menschen, der für Wahrheit und Gerechtigkeit heldenhaft den eigenen Tod auf sich nahm. Lange Zeit prägte das idealisierte Bild, das ihre Schwester Inge Scholl von Sophie zeichnete, unseren Blick. Doch seitdem der Nachlass der Familie Scholl frei zugänglich ist, wird die uns fern scheinende Ikone mehr und mehr zum fehlbaren, widersprüchlichen Menschen, der sich als Kind und Jugendliche von der NS-Ideologie verführen ließ – und der uns darum umso näherkommen kann. Angesichts des Rechtsrucks in vielen europäischen Ländern, brauchen wir eine lebendige Erinnerungskultur und menschliche Vorbilder wie sie.

„Ein Gefühl dafür, was Recht und was Unrecht ist.“
Sophie Scholl

In unserer Stückentwicklung schauen wir einem Filmteam dabei zu, wie es ein Bild von Sophie Scholl für die Nachwelt konstruiert und dabei der Frage nachgeht, wie und warum sich Gesellschaften ihre Held*innenbilder erschaffen. Was kann das Theater mit seinen phantastischen und verfremdenden Mitteln, was der Mainstream-Film, der vor allem realistisch erzählt, nicht kann? „Making of Sophie Scholl“ macht die Konstruktion einer Heldenfigur und den widersprüchlichen Menschen dahinter sichtbar. Der „heldenhafte Mensch“ wird lesbar als eine Vielfalt von in ihm schlummernden Möglichkeiten und als eine Projektion derjenigen, die über ihn nachdenken.

Fotos: Sinje Hasheider
„Die historischen Ereignisse um die Geschwister Scholl, […], nehmen Klaus Schumacher, der auch die Regie verantwortet, Chefdramaturgin Stanislava Jevic und das Ensemble als Folie, um in Form eines Film-Drehs von einem Wertesystem, von Wahrhaftigkeit, Zusammenhalt und Glauben zu erzählen. Mit einem für das Junge Schauspielhaus fast experimentellen Formwillen, düster atmosphärischen Cello- und Gitarren-Klängen von Tobias Vethake und einem engagierten Darstellerteam, wird der Mensch Sophie Scholl hinter der „Heldin“ fassbar. Die Film-Ebene vergrößert die inneren Kämpfe der beiden exzellenten Sophie-Darstellerinnen aufs eindringlichste. Die Doppelbesetzung durchbricht den Realismus und setzt poetische Schlaglichter, auch auf eine lebensfrohe Frau.“
„Das Stück setzt sich auf erfrischende Art mit der Figur auseinander, hinterfragt die Idealisierung der jungen Frau und schafft es, ihr so nah zu kommen, wie selten. Tiefgehend, grandios gespielt und auch wenn das Stück ab 13 ist, ist ‚Making of Sophie Scholl‘ für jedes Alter sehenswert. Das Junge SchauSpielHaus meldet sich furios zurück.“

„Sophie Scholl durch zwei Spielerinnen darzustellen, erlaubt eine Innen- und Außenansicht der Person – und zugleich einen aufwühlenden Abend.“