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VERANSTALTUNGEN

17.09.2021 - 13.11.2021 | Berlin
Ausstellung,Kunsthandwerk

Young-Jae Lee – In Zusammenarbeit mit KDK Koreanische Emotion trifft den Geist des Bauhauses

Beschreibung
Über die Ausstellung: Koreanische Emotion trifft den Geist des Bauhauses
Die keramischen Gefäße von Young-Jae Lee repräsentieren im Zusammenspiel mit der Objektfotografie von KDK die ästhetischen Transformationen koreanischer Emotionen in der Begegnung mit den Grundideen des Bauhauses. Über die kulturelle „Korea-Deutschland" - Begegnung hinaus machen ihre Werke die Synthese von künstlerischer Freiheit und Zweckmäßigkeit, Tradition und Reform, Abstraktion und Konkretion sowie Künstlichkeit und Natürlichkeit erfahrbar. Ihre Faszination und Leidenschaft für neue Formen und Farben lassen die Künstler*innen in der unterschiedlichen Materialität, Dimensionalität und Funktionalität erkennen. Im Raum der stillen Korrespondenzen zwischen Silhouetten und Volumen wird der Betrachter eingeladen, den künstlerischen Sinn der konzeptionellen Balance zwischen Dynamik und dem Moment des In-sich-Ruhens aufzuspüren. Besonders diese sinnliche Wahrnehmung der kontemplativen Ästhetik kann als eine der wichtigen Kommunikationsformen zeitgenössischer Kunst im globalen Kontext fungieren.

Young-Jae Lee: Die international anerkannte, preisgekrönte Künstlerin Young-Jae Lee ist geschäftsführende Direktorin der Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe in Essen. 1986 begann sie gemeinsam mit Hildegard Eggemann, Claudia Neumann und Michael Schmand, den Formen- und Farbkanon der Sammlung zu entwickeln. Die Sammlung ist bis heute nahezu unverändert geblieben. Im Einklang mit der koreanischen Tradition ist Young-jae Lee nicht an einer ständigen Neuerfindung von Formen interessiert, sondern an der vollständigen Beherrschung des bestehenden Repertoires. Die Produktion jedes neuen Gefäßes ähnelt einer Meditation. Erst durch die Verinnerlichung der Formen wird die Arbeit an der Töpferscheibe zu einer Art geistiger Übung fernab der täglichen Routine. Die Persönlichkeit beginnt, ihren Einfluss auszuüben; das Individuum findet im Handwerk Ausdruck.


KDK: Absolvent des Seoul Institute of Arts (Abteilung für Fotografie) und der Kunstakademie Düsseldorf. Meisterschüler von Thomas Ruff. Er hatte zahlreiche Einzelausstellungen einschließlich Out of in, AANDO FINE ART (Berlin), p, Perigee Gallery (Seoul), b, Gallery 2 (Seoul). Auch hat er an zahlreichen Gruppenausstellungen in unterschiedlichen Institutionen teilgenommen, darunter Leeum Samsung Museum of Art, PLATEAU, Nam June Paik Art Center. Seine Werke befinden sich in Sammlungen der IKB Deutsche Industriebank (Deutschland), des Leeum Samsung Museum of Art (Korea), der UBS (Schweiz), des Seoul Museum of Art und des National Museum of Modern and Contemporary Art (Korea). Gegenwärtig ist er Professor für Fotografie am Seoul Institute of the Arts.


Prof. Dr. Prof. h.c. Jeong-hee Lee-Kalisch: Univ.-Professorin (em.) Jeong-hee Lee-Kalisch, bisherige Inhaberin des Lehrstuhls für Ostasiatische Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin (2003-2021), kuratierte mehrere sehr erfolgreiche Sonderausstellungen zu ostasiatischen Künsten und Kulturen in Europa, darunter „Korea: Das Alte Reich", „Das Alte China: Völker und Götter im Reich der Mitte" und „Tibet: Klöster öffnen ihre Schatzkammern". Ihre Forschungsgebiete umfassen transkulturelle Aspekte der ostasiatischen Kunst, insbesondere im Bereich der Malerei und des Gartens, der buddhistischen Kunst und der Kunst entlang der Seidenstraße. Zu diesen Themen veröffentlichte sie zahlreiche Aufsätze, Ausstellungskataloge und Monografien. Derzeit leitet sie u.a. ein Forschungsprojekt zum aktuellen Status des koreanischen Kulturerbes in Deutschland.


Keramische Werkstatt Margaretenhöhe: Unter Rückbesinnung auf die formalen Grundprinzipien des Bauhauses hat Young-Jae Lee mit Hildegard Eggemann, Michael Schmandt und Claudia Neumann vor über zwanzig Jahren die charakteristische Formensprache des Manufakturprogramms der Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe entwickelt. Ihre wichtigsten Vorgaben waren: Jedes Stück muss gut zu drehen und auch zu benutzen sein. Alle Teile eines Geschirrs, gleich welcher Farbe, sollten miteinander kombinierbar sein. Die 6-tonige Farbskala reicht von Schattierungen des Jadegrün über ein gebrochenes Weiß bis zu Rostbraun. Diese Grundzüge des Manufakturprogramms haben sich bis heute nicht verändert und sind keiner Mode, keinem Zeitgeist unterworfen. Die Edition, eine Produktreihe bestehend aus Vasen, Pflanzgefäßen und Dosen, wird unter der Leitung von Young-Jae Lee von einem kleinen Töpferteam bestehend aus Michael Schmandt, Meisterin Daniela Glattki, Shoko Ishioka, Max Biermann und den Auszubildenden Estar und Leonie realisiert. Die kaufmännischen Aufgaben werden von Claudia Prien wahrgenommen.

Vernissage: 16.09.2021, 19 Uhr
Finissage: 11.11.2021, 19 Uhr

Weitere Informationen: kulturkorea.org/de/veranstaltu...