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Andreas Spengler
Bildende Kunst | Bildung | Soziokultur
Telefon+49 5031 972190
Malerei und Zeichnungen im Informel , Neue Objektkunst

Meine Erfahrungen mit Zeichnen und Malen reichen weit zurück. Ausgehend von einem förderlichen Schulunterricht durch Christoph Henning suchte ich in den 1960-er Jahren nach eigenen Ausdrucksformen. Mein Medizinstudium begleitete ich in den Jahren 1966-1970 mit hunderten medizinischer Illustrationen, darunter rund 250 elaborierte Zeichnungen aus Anatomie und Pathologie.

1968 zeigte ich meine erste kleine Ausstellung. Meine Arbeiten bewegte sich schon damals ausgehend von der Begenung mit WOLS und dem Deutschen Informel im ungegenständlich phantastischen Bereich. Diesen Weg beschreite ich bis heute weiter. Ich male und zeichne auf Papier Aquarelle, seit Jahren auch mit Gouache sowie Zeichungen mit Tusche. Seit 2009 erweitere ich dies um Collagen und seit 2012 auf Objektkunst u.a. mit Buchobjekten, die ich aus der "ROTEN LISTE" der Pharmaindustrie, einem emblematischen ärztlichen Symbol erstelle..

Meine derzeit wichtigste Werkgruppe entwickelt die Ästhetik von gebrauchten Löschpapierstreifen mit authentischen Tintenspuren, die ich in Collagen mit Malerei und Zeichnungen, die ich in einen neuen Kontext stelle. Die vorgefundenen Objekte stammen vom eigenen Schreibtisch, von Freunden, von Amtspersonen oder vom Trödler. Sie erhalten auf diesem Weg ein "second life". Ich setze diese Arbeit mit kleinen Objektplastiken fort. Ein neuer Schritt sind minimalistische performances, bei denen Teilnehmer ein Wort schreiben oder ihre Unterschrift, die dann auf meinem Löschpapier ihre Spuren hinterlassen. Ein Beispiel ist ein goldenes Buch der Stadt Wunstorf, das der Bürgermeister 2016 bei einem Neubürgerempfang - künstlerisch begleitet - für alle Anwesenden geöffnet hat.

Parallel zur eigenen bildnerischen Arbeit widme ich mich seit 2009 der art brut bzw. sogenannten Aussenseiterkunst und arbeite an der "psychiatrischen Kunstgeschichte" u.a. bei der Ausstellung in der Städtischen Galerie KUBUS der Landeshauptstadt Hannover "Elementarkräfte" 2010 und bei dem Forschungsprojekt "Julius Klingebiel" 2010 bis 2016, vgl. www.elementarkraefte.de und www.julius-klingebiel.de. Das Projekt basiert auf interdisziplinärer Forschung, Ausstellungen und setzt sich den Erhalt der Raumausmalung der Göttinger "Klingebiel-Zelle" zum Ziel. Weitere Publkationen, Pressemeldungen und Ausstellungsinformationen zum Klingebiel-Projekt siehe Internet. (Das bei Vandenhoeck & Ruprecht 2013 in Göttingen herausgegebene Buch ist leider vergriffen. Der 2015 preisgekrönte erstmals beim NDR ausgestrahlte Fernsehfilm "Ausbruch in die Kunst" ist auf youtume aufrufbar.
* 10.06.1947 in Goslar
1953 - 1966
Schulbesuch in Wuppertal
1966 - 1972
Medizinstudium
1974
Bis heute im Hauptberuf Psychiater und Psychotherapeut in Hamburg und Wunstorf
1968
Haus Villigst, Schwerte
1969
Galerie Töpferscheibe, Nürnberg
1970
Galerie Libresso, Hamburg
1974
Produkt Galerie, Hamburg
2008
Ärztehaus Hannover
2009
Stadtkirche Wunstorf
2011
''malganzformlos''. Evangelische Akademie Loccum
2012
''Szenen inform''. Kassenärztliche Bundesvereinigung Berlin 16.11.2012 - 15.2.2013
2014
Ausstellung ''ein übriges'' in der Tagungsstätte Haus Villigst bei Schwerte. 8.5.2014 - 25.8.2014
2014
''gezeichnet'' - Bildungs- und Tagungszentrum Springe e.V. 14.9.2014 - 28.11.2014
2016
Ehemalige Synagoge, Ahrweiler
2017
''pictor doctus - Fünf Jahrzehnte Zeichnung und Malerei''. Im Anatomischen Institut der Medizinischen Fakultät, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Erstmals wurden medizinische Illustrationen aus den Jahren 1966-1970 gezeigt.
1969
Jahresschau Bergischer Künstler, Wuppertal
1970
Jahresschau Bergischer Künstler, Wuppertal
2013
''sehen wir mal'' - Kunstforum der Medizinischen Hochschule Hannover, gemeinsam mit Martina Rick, Nordstemmen. 18.9.2013 - 15.11.2013
2015
''Gestalt'' - Kunstverein Barsinghausen, Galerie Intermezzo. Malerei.
2015
''Wandlungen'' - Kunstscheune Steinhude. Malerei. Mit Marga Falkenhagen, Bildhauerin.
2015
''SchichtWeise'' - Asklepios Fachklinikum Göttingen. Buchobjekte und Malerei. Mit Martina Rick. Malerin.
2015
''gewachsen'' - Ausstellung in der Reihe ''Kunst im Turm'' des Forums Stadtkirche Wunstorf. Malerei und Collagen aus dem Löschpapierprojekt. Mit Angela Kallen, Bara Lehmann-Schulz, Marga Falkenhagen, Wolfgang Bulla und Frank Reimann.
2015 - 2017
vertreten in der Arthothek im Kunstverein Neustadt / Rbg.
2016
Kunstverein Neustadt / Rbg. Jahresgabenausstellung 2016, Schloss Landestrost, Neustadt / Rbg.
25.4.2017 - 29.7.2017
Angekündigt durch die Gottfried-Wilhelm-Leibniz Bibliothek, Landesbibliothek Niedersachsen: Ausstellung ''Schriftenlese''. Neben Kalligrafien des Altmeisters Hans Burkardt sind aktuelle Löschpapierarbeiten von Andreas Spengler zu sehen. http://www.nlb-hannover.de/veranstaltungen/ausstellungen.htm
1962 - 1965
Schüler von Christoph Hennig in Wuppertal
1962 - 1967
autodidaktische Versuche, Kohle- und Federzeichnungen, Ölmalerei
1966 - 1970
medizinische Zeichnungen und Illustrationen
1968 - 1974
phantastisch realistische Zeichnungen
1968 - 2000
Aquarellmalerei, ungegenständlich
2001
Mahnmal zum Gedenken an die Deportation von Patienten in der nationalsozialistischen Psychiatrie, Landeskrankenhaus Wunstorf
2010
Projektleitung ''Elementarkräfte - Schaffen und Werk psychiatrieerfahrener Künstler über 100 Jahre''. Städtische Galerie Kubus, Hannover
2010 - 2017
Forschungsprojekt über den Künstler und Psychiatriepatienten Julius Klingebiel (1904-1965) in Göttingen
2012 - 2017
Ausstellungsorganisation und Begleitausstellungen ''Julius Klingebiel und seine Zelle'' vgl. www.julius-klingebiel.de: 2013 Göttingen - 2013 Magnum-Fotofestival / Sammlung Prinzhorn Heidelberg - 2014 DGPPN Berlin - 2014 Kleisthaus Berlin - 2015 Museum Gugging - 2016 Universität Göttingen - 2016 Kulturambulanz Bremen Ost - 2016 Forum Stadtkirche Wunstorf - 2017 Atelier Goldstein Frankfurt/M., 2017 Planung Weltkongress Psychiatrie Berlin
2016
Performance mit Löschpapier ''Offenes Goldenes Buch'', Rathaus Stadt Wunstorf
2010 - 2017
www.elementarkraefte.de
2010
Spengler A., S. Neuenhausen, L.Schlieckau,
Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover (Hrsg.) (2010): Elementarkräfte – Schaffen und Werk psychiatrieerfahrener
Künstler über 100 Jahre. Psychiatrie-Verlag, Bonn
ISBN 978-3-88414-599-9
2012 - 2017
www.julius-klingebiel.de
2013
SPENGLER, A., M. KOLLER, D. HESSE (Hg.) (2013): Die Klingebiel-Zelle. Leben und künsterlisches Schaffen eines Psychiatriepatienten. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen. ISBN 978-3-525-3004-5
2014
SPENGLER, A. (2014): Psychiater und Künstler im Dialog. Psyche im Fokus (DGPPN) 3: 33-36
2014
SPENGLER, A. (2014): Das Leben und Werk von Julius Klingebiel. In: Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen (Hrsg.). Ausbruch in die Kunst. Julius Klingebiel. Zelle Nr. 117. Katalog anlässlich der Ausstellung im Kleisthaus, Berlin 16.10.-21.11.2014
2015
Spengler, A. (2015): Als Arzt und Künstler im Dialog mit Patienten und Werken. In: Neumaier, O. (Hg., AG Wissenschaft und Künste der Österreichischen Forschungsgemeinschaft ÖFG): Grenzgänge zwischen Wissenschaft und Kunst, Wien,Berlin,Münster: LitVerlag, 2015: 69-80.
2017
''pictor doctus - Fünf Jahrzehnte Zeichnung und Malerei''. Mit einem Beitrag von Winfried Neuhuber. Bildband. Selbstverlag, Wunstorf 2017. ISBN 978-3-00-055610-4 - Erscheint im Februar 2017. Ankündigung auf der eigenen homepage im Ordner ''Kunst''.