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Weiße Sandstrände, traditionsreiche Ateliers und kaiserzeitliche Hotels zwischen Wäldern, Wasser und Wiesen – die Insel Usedom lockt seit Jahrhunderten internationale Besucher und Künstler gleichermaßen. Mitte September verwandelt sie sich zum Anziehungspunkt der Musikszenen der Ostsee-Anrainerstaaten....
Kulturportal - 19. Usedomer Musikfestival - 15. September bis 7. Oktober - Insel Usedom
Das 19. Usedomer Musikfestival spürt vom 15. September bis 7. Oktober der Fazination nach, die Künstler Russlands und Deutschlands verband
Weiße Sandstrände, traditionsreiche Ateliers und kaiserzeitliche Hotels zwischen Wäldern, Wasser und Wiesen – die Insel Usedom lockt seit Jahrhunderten internationale Besucher und Künstler gleichermaßen. Mitte September verwandelt sie sich zum Anziehungspunkt der Musikszenen der Ostsee-Anrainerstaaten. Mit Beginn des Usedomer Musikfestivals bietet sich dem Publikum ein musikalischer Schatz von ungeahnter Fülle dar. Musiker, wie Mstislaw Rostropowitsch, Gidon Kremer, Olli Mustonen, Nina Stemme, Bo Skovhus, Jan Garbarek, Violeta Urmana und das Esbjörn Svensson Trio verschrieben sich bereits dem kulturellem Erbe der Ostseeländer auf Usedom. Dieses Jahr begrüßt das Usedomer Musikfestival nach 19 Jahren seinen ersten Schirmherren auch am Pult: Kurt Masur. Der legendäre Dirigent eröffnet die musikalische Entdeckungsreise – sie führt 2012 nach Russland.
Deutschland im Spiegel Russlands
Vor 250 Jahren bestieg Katharina die Große, eine Deutsche, den Zarenthron – Anlass für das Usedomer Musikfestival zum Russlandjahr in Deutschland sich der Musikkultur des Riesenreichs zu widmen. Dessen kulturelle Fülle ist kaum zu fassen, und so wird der Länderschwerpunkt thematisch zugespitzt. In mehr als 40 Veranstaltungen spüren Musiker den kulturellen Verbindungen beider Länder und der Faszination nach, die ihre Künstler verband. Von der Barockmusik der Zarenzeit erstreckt sich das Spektrum dabei bis zu russischen Tangos der Gegenwart. Gemeinsame musikalische Traditionen entdecken weltbekannte Dirigenten dreier Generationen, wie Kurt Masur, Thomas Sanderling und Thomas Hengelbrock zusammen mit renommierten Musikern, wie dem Cellisten David Geringas, der Violinistin Isabelle Faust, den Pianisten Lilya Zilberstein, Andrej Hoteev und Alexander Melnikov, der Sängerin Anja Silja sowie der Akademie für Alte Musik Berlin oder dem Philharmonischen Bläserquintett Berlin. Russische Meister stehen im Mittelpunkt. Staunen wird das Publikum über ihre Neugier und ihren Mut, sich mit der Musik deutscher Komponisten zu befassen. Höhepunkte sind dabei auch dieses Jahr die Peenemünder Konzerte. Dort blickt Kurt Masur in die musikalische Zukunft der Ostsee, wenn er gemeinsam mit dem vom Usedomer Musikfestival und der Nord Stream AG gegründeten Jugendorchester Baltic Youth Philharmonic und den Teilnehmern seines im Vorfeld stattfindenden internationalen Dirigierkurses das Festival eröffnet. Am gleichen Ort setzen das NDR Sinfonieorchester unter der Leitung seines Dirigenten Thomas Hengelbrock am 21.9. Zeichen der Versöhnung.
Peter Tschaikowsky – Ein Festival im Festival
Eine Hommage an Ludwig van Beethoven, ein Dialog zwischen den Kulturen und zugleich der Auftakt zu einem »Festival im Festival« mit Peter Tschaikowsky im Mittelpunkt bietet das Sinfoniekonzert zum Tag der Deutschen Einheit. Thomas Sanderling führt dafür das Akademische Sinfonieorchester Nowosibirsk, das erste Orchestra in Residence des Usedomer Musikfestivals, aus den Weiten Sibiriens an die hellen Strände der Ostsee. Mit dem NDR Chor, dem Rundfunkchor Berlin und stimmgewaltigen russischen Solisten erwartet das Publikum ein Gipfeltreffen deutsch-russischer Kunst. Zum ersten Mal erklingen in Deutschland zwei Oden »An die Freude« in einem Konzert – Beethovens Sinfonie Nr. 9 zusammen mit Peter Tschaikowskys Kantate »K Radosti«.
Das Abschlusskonzert wagt wieder einen Blick in die Zukunft, wenn der charismatische Nachwuchsstar Alexander Buzlov am Cello gemeinsam mit Thomas Sanderling und seinem Orchester Werke von Sergej Prokofiew, Peter Tschaikowsky und Michael Glinka interpretiert. Deutsche Klassiker, allen voran Wolfgang Amadeus Mozart inspirierten sie, und doch erschufen sie Werke von zeitloser Originalität. So widmete Peter Tschaikowsky dem großen Salzburger seine Orchestersuite Nr. 4 op. 61 »Mozartiana« – ein Werk voll selbstbewusster Neuschöpfung und ehrerbietender Wissbegier.
Weitere Informationen unter:
www.usedomer-musikfestival.de